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03.12.2012

20:15 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Schnell noch auf den Schlitten aufspringen

Der Dax hat sein Jahreshoch geknackt. Manch einer wird deshalb noch auf die „Weihnachtsrally“ hoffen. Unsere Redakteurin mit dem spekulativen Depot auch. Falls die Rally nicht kommt, hat sie noch einen Plan B.

Tschö: Jessica Schwarzer, Ressortleiterin des Finanzteams bei Handelsblatt Online in Düsseldorf schaffte mit dem spekulativen Depot eine Rendite von 2,1 Prozent. Pablo Castagnola

Tschö: Jessica Schwarzer, Ressortleiterin des Finanzteams bei Handelsblatt Online in Düsseldorf schaffte mit dem spekulativen Depot eine Rendite von 2,1 Prozent.

Noch gut zwei Wochen dürfte es dauern, bis der Handel an den Börsen endgültig zum Erliegen kommt und weihnachtlicher Friede einkehrt. Ich glaube, dass sich in dieser Zeit noch einiges tun wird. Der Dax hat sein bisheriges Jahreshoch von 7478 Punkten überschritten. Danach dürfte noch lange nicht Schluss sein.

Warum? Weil dann plötzlich wieder die Begriffe „Weihnachtsrally“ oder „Jahresschlussrally“ in aller Munde sind. Jeder will dann noch einmal dabei sein, wenn in den letzten Handelstagen des Jahres noch ein bisschen Rendite gemacht wird. Ich auch.

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Deswegen setze ich darauf, dass gerade meine beiden Dax-Werte Commerzbank und Eon noch einmal zulegen. Beide standen in diesem Jahr nicht auf der Sonnenseite der Börse. Gerade das macht den Reiz aus. Die Zeit ab Anfang Dezember ist historisch betrachtet noch nie besonders anfällig gewesen. Warum sollte sie es dann gerade diesmal anders sein, wo doch die Prognosen nahezu unisono ein solides Jahr 2013 zeigen?

Jessica Schwarzer

Die Redakteurin

Das Auf und Ab an der Börse, Aktien, Fonds, ETFs, Anleihen - das beschäftigt mich seit Jahren. Nicht nur als Finanzredakteurin, auch privat. Für Handelsblatt Online schreibe ich regelmäßig über Trends an den Märkten und darüber, wie Anleger diese umsetzen können. Mein Depot ist das spekulative.

Die Strategie

Spekulativ bedeutet für mich nicht, wild zu zocken, sondern Chancen zu nutzen. Natürlich muss ich dafür entsprechend höhere Risiken eingehen. Um diese Risiken halbwegs unter Kontrolle zu behalten, setze ich in meinem Musterdepot auf breite Streuung. Konkret heißt das beispielsweise, dass ich zwar auf Anleihen mit schwächerer Bonität, also Junk Bonds, oder Unternehmensanleihen aus den Schwellenländern setze, aber dazu einen entsprechenden ETF wähle. Einzeltitel, Zertifikate und vielleicht auch Hybridanleihen mische ich bei.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Sollte es ausgerechnet in diesem Jahr mal nicht so sein, dann habe ich spätestens ab Januar die nächste Chance mit diesen beiden Aktien: Regelmäßig haben sich in der Vergangenheit gleich im neuen Jahr die Nachzügler des Vorjahres am besten entwickelt.

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

04.12.2012, 04:55 Uhr

Tja, wenn der DAX heute nicht positiv abschließt, dann prallt er vermutlich von seinem Höchststand ab und es geht wieder Richtung Süden.

Hopfen_und_Malz

04.12.2012, 08:19 Uhr

Weia! Plan B besteht also darin, abzuwarten und darauf zu hoffen, daß Aktienluschen vielleicht im Januar gegen jede Wahrscheinlichkeit doch noch steigen? Tolle Strategie.

aha

04.12.2012, 08:35 Uhr

"Beide standen in diesem Jahr nicht auf der Sonnenseite der Börse. Gerade das macht den Reiz aus."

Seltsame Aussage. Ich fand eigentlich steigende Kurse immer reizvoller. Muß ich jetzt umdenken?

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