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25.09.2013

20:32 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Schockstarre – und trotzdem zufrieden

An den Märkten ist derzeit offenbar eine Art Schockstarre eingekehrt. Chefanalysten erwarten aufgrund der konjunkturellen Erholung keine großen Sprünge. Kerstin Leitel ist mit ihrer Anlege-Strategie aber sehr zufrieden.

Kerstin Leitel Bert Bostelmann für Handelsblatt

Kerstin Leitel

An den Märkten ist derzeit offenbar eine Art Schockstarre eingekehrt. Aber die Chefanalysten einer Reihe von Banken – Dekabank, Helaba, NordLB, LBBW und BayernLB – rechnen damit, dass es an den Märkten weiter aufwärtsgeht. Die besseren Aussichten für die Wirtschaftsentwicklung, die unverändert expansive Geldpolitik und die Suche der institutionellen Investoren nach renditestarken Anlagen seien treibende Faktoren, erklären die Experten. Jedoch seien die Aktienkurse schon deutlich gestiegen, und die konjunkturelle Erholung werde auch an ihre Grenzen stoßen, warnen sie.

Dementsprechend erwarten die Experten keine großen Sprünge: Der Dax wird ihren Prognosen zufolge Ende 2013 zwischen 8 700 und 9 100 Punkten notieren. Bis März 2014 könnte er bis auf 9 500 Punkte steigen. Das wäre ein Plus von zehn Prozent – damit wäre ich zufrieden.

Kerstin Leitel

Die Redakteurin

Kerstin Leitel arbeitet für die Finanz-Zeitung des Handelsblatt und berichtet vor allem über die Versicherungsbranche.

Die Strategie

Ich will kein Geld verlieren, mit dieser Maxime gehe ich an den Start. Ein ausgewogenes Depot ist für mich wichtig, Anleihen sollen deswegen auch im Portfolio sein. Von Derivaten versuche ich mich allerdings fernzuhalten, was ich nicht verstehe, das kaufe ich nicht. Schließlich lässt sich auch mit Titeln aus Dax und MDax gutes Geld verdienen. Einen Kursrutsch kann ich aussitzen – wenn es anschließend wieder hoch geht. Das kann mir zwar keiner garantieren, aber schließlich versuche ich auf solide Unternehmen zu setzen, die nicht von einem Windhauch aus der Bahn geworfen werden. Und letztlich ist für mich wichtig, wie das Depot zum Kassensturz aussieht.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Unter längerfristigen Aspekten sind die Experten aber ohnehin zuversichtlich. Für Aktien sprächen schließlich die auch die im Vergleich zur Rendite von Staats- und Unternehmensanleihen hohe Bonität und attraktiven Dividendenrenditen.

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