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11.06.2013

20:24 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Schwächephasen ausnutzen

Trotz der Verluste an den weltweiten Börsen rechnet Autor Georgios Kokologiannis weiterhin mit steigenden Kursen. Deshalb nutzt er die Marktschwäche für eine Investition – und kauft ein Bonuszertifikat auf den Dax.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Gründe gibt es derzeit mehr als genug dafür, dass sich Investoren am Aktienmarkt zurückhalten  und eher Gewinne realisieren statt zu kaufen: Zum Beispiel die Enttäuschung darüber, dass die japanische Zentralbank am Dienstag keine neuen Maßnahmen über die ohnehin sehr lockere Geldpolitik hinaus verkündet hat. Oder aber die anhaltenden Unruhen in der Türkei, die zunehmend auf die Stimmung drücken. Vor allem aber die Unsicherheit darüber, wie das Bundesverfassungsgericht zum Euro-Rettungsschirm steht.

Da ich auf lange Sicht aber weiterhin eher von steigenden – wenn auch stark schwankenden – Kursen ausgehe, nutze ich die Marktschwäche für eine Investition: Einen kleinen Teil des reichlich vorhandenen Bargelds tausche ich gegen ein sogenanntes „Bonuszertifikat“ auf den Dax ein (WKN: BP6UN0). Sollte der Leitindex im Laufe des Jahres wieder in den Hausse-Modus wechseln, profitiert das Papier unbegrenzt davon.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Vorteil gegenüber einer Direktinvestition – beispielsweise mit Hilfe eines Indexfonds (ETF): Falls das deutsche Börsenbarometer anders als erhofft, den Rückwärtsgang einlegt, muss sich das nicht zwangsläufig auch im Depot niederschlagen. Denn solange der Dax nie bis auf die Schwelle von 7100 Punkten rutscht, werde ich zum Laufzeitende praktisch so gestellt, als habe der Aktienmarkt nur stagniert.

Verloren geht diese Schutzfunktion allerdings, falls der Dax bis Ende Dezember doch noch bis auf die entscheidende Schwelle einbricht. Dann fallen sogar etwa zwei Prozent mehr Verlust an als beim einfachen Indexfonds. Das ist der Preis für den Airbag gegen (kleinere) Börsenunfälle.

Kommentare (2)

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11.06.2013, 21:34 Uhr

Solche Zertifikate simd nichts für den Kleinanleger.Ich kann mich erinnern,im Sommer 07 warb die britische Barcleybank per Werbebeilagen in allen großen überregionalen Zeitungen mit ähnlichen Zertifikaten.Damals durfte der DAX auf 5 Jahressicht nie mehr als 50% vom Einstandskurs verlieren-sonst verfällt das Zertifikat wertlos,Mindesanlagesumme waren damals 10 000 Euro.Bei stagnierendem DAX oder leicht nachgebenden DAX wurden dem Anleger sogar 8% Rendite in Aussicht gestellt.Der DAX stand damals bei 8000.

Schom anderthalb Jahre später war das Zertifikat verfallen,da der DAX locker die 4000 Grenze unterschritt.

Account gelöscht!

12.06.2013, 01:09 Uhr

Fr. Leitel: Das hört sich aber nach ganz heftigen Ermüdungserscheinungen bei Ihnen an. Frauen und Börse eben...

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