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12.11.2012

20:04 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Spekulativ, spekulativer, Commerzbank

Wer eine spekulative Strategie verfolgt, darf auch etwas riskieren. Und wer konservativ handelt, darf sich auch schon mal komplett von den Märkten fernhalten. So machen es unsere Autoren – der Dritte setzt auf Asien.

Tschö: Jessica Schwarzer, Ressortleiterin des Finanzteams bei Handelsblatt Online in Düsseldorf schaffte mit dem spekulativen Depot eine Rendite von 2,1 Prozent. Pablo Castagnola

Tschö: Jessica Schwarzer, Ressortleiterin des Finanzteams bei Handelsblatt Online in Düsseldorf schaffte mit dem spekulativen Depot eine Rendite von 2,1 Prozent.

Ein Minus von mehr als zwölf Prozent allein in der vergangenen Woche, fast 15 Prozent auf Sicht von sechs Monaten – die Aktie der Commerzbank ist zuletzt kräftig unter die Räder gekommen. Enttäuschende Quartalszahlen, recht teure Umbaupläne und eine Dividende wird es für 2012 und 2013 wohl auch nicht geben – das schmeckte Anlegern gar nicht. Auch bei Analysten kam das nicht gut an, sie senkten den Daumen oder doch zumindest die Kursziele. Zu Recht, denke ich.

Jessica Schwarzer

Die Redakteurin

Das Auf und Ab an der Börse, Aktien, Fonds, ETFs, Anleihen - das beschäftigt mich seit Jahren. Nicht nur als Finanzredakteurin, auch privat. Für Handelsblatt Online schreibe ich regelmäßig über Trends an den Märkten und darüber, wie Anleger diese umsetzen können. Mein Depot ist das spekulative.

Die Strategie

Spekulativ bedeutet für mich nicht, wild zu zocken, sondern Chancen zu nutzen. Natürlich muss ich dafür entsprechend höhere Risiken eingehen. Um diese Risiken halbwegs unter Kontrolle zu behalten, setze ich in meinem Musterdepot auf breite Streuung. Konkret heißt das beispielsweise, dass ich zwar auf Anleihen mit schwächerer Bonität, also Junk Bonds, oder Unternehmensanleihen aus den Schwellenländern setze, aber dazu einen entsprechenden ETF wähle. Einzeltitel, Zertifikate und vielleicht auch Hybridanleihen mische ich bei.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Allerdings halte ich den Kursrückgang für etwas übertrieben und setze auf eine zumindest kleine Erholung. Deshalb kaufe ich für gut 2700 Euro Aktien von Deutschland zweitgrößter Bank. Bevor es gleich im Forum wieder zu hitzigen Diskussionen kommt: Mir ist natürlich klar, dass das eine extrem riskante Position ist. Und genau deshalb gehe ich sie ein. Mein Musterdepot ist das Spekulative, also gehört auch ein bisschen was Riskantes rein. Und das ist die Commerzbank-Aktie in meinen Augen.

Das spekulative Depot: Bitte Klicken für die Großansicht.

Das spekulative Depot: Bitte Klicken für die Großansicht.

Natürlich werde ich den Kurs sehr genau beobachten. Denn ich bin keinesfalls davon überzeugt, dass das Papier zeitnah eine beeindruckende Rally hinlegt. Dazu sind die Probleme der Bank einfach zu groß. Legt die Commerzbank-Aktie also den Rückwärtsgang ein, werde ich aussteigen. Mehr als zehn, allerhöchstens 15 Prozent meines Einsatzes pro Position will ich nämlich grundsätzlich nicht verbrennen.

Kommentare (6)

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Account gelöscht!

12.11.2012, 21:04 Uhr

Commerzbank??? Warum nicht das Geld besser lieber gleich Spenden???

chessler

13.11.2012, 00:28 Uhr

Statt Commerzbank hätte ich es mit Nokia probiert oder Outokumpu.

Papierkugel

13.11.2012, 09:46 Uhr

Interessante Werte habe ich leider nicht gefunden.
Wie wäre es mit pferdewetten.de oder Takkt.
Das sind Aktien, die noch Potenzial haben.

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