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27.11.2013

20:42 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Steht der Dax vor einem goldenen Jahrzehnt?

Der Dax klettert von einem Rekord zum nächsten. Jürgen Röder sehnt sich bereits nach einer Neuauflage der Goldenen 90er. Georgios Kokologiannis glaubt an ein Wiedererstarken der USA, während Kerstin Leitel auf Thanksgiving blickt.

Kerstin Leitel Bert Bostelmann für Handelsblatt

Kerstin Leitel

Während wir hierzulande grübeln, ob der Dax den Rest der Woche weiter steigen oder wieder fallen wird, machen sich viele Amerikaner ganz andere Gedanken, schließlich wird dort am Donnerstag Thanksgiving gefeiert. Die Wall Street bleibt deswegen geschlossen.

Viele Investoren mögen solche Tage nicht, denn dann fehlen die amerikanischen Marktteilnehmer, die Börsenumsätze sind auch hier niedriger und die Kursbewegung mancher Aktie schwer nachvollziehbar. 

Kerstin Leitel

Die Redakteurin

Kerstin Leitel arbeitet für die Finanz-Zeitung des Handelsblatt und berichtet vor allem über die Versicherungsbranche.

Die Strategie

Ich will kein Geld verlieren, mit dieser Maxime gehe ich an den Start. Ein ausgewogenes Depot ist für mich wichtig, Anleihen sollen deswegen auch im Portfolio sein. Von Derivaten versuche ich mich allerdings fernzuhalten, was ich nicht verstehe, das kaufe ich nicht. Schließlich lässt sich auch mit Titeln aus Dax und MDax gutes Geld verdienen. Einen Kursrutsch kann ich aussitzen – wenn es anschließend wieder hoch geht. Das kann mir zwar keiner garantieren, aber schließlich versuche ich auf solide Unternehmen zu setzen, die nicht von einem Windhauch aus der Bahn geworfen werden. Und letztlich ist für mich wichtig, wie das Depot zum Kassensturz aussieht.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Noch viel mehr als die Investoren dürften sich aber Truthähne vor dem Donnerstag fürchten. Rund 46 Millionen der Vögel werden wohl wieder in amerikanischen Backöfen landen. Einige aber haben bessere Überlebenschancen als ihre Artgenossen: So können die beiden Truthähne, die üblicherweise dem US-Präsidenten geschenkt werden, auf ein Gnadenbrot in Disneyland hoffen. Sehr lange überlebten die Tiere bisher aber auch dort nicht.

Am Freitag geht es dann auch wieder für US-Investoren weiter, am so genannten Black Friday - dem Auftakt in das umsatzstarke Weihnachtsgeschäft des amerikanischen Einzelhandels. Auch in Deutschland sind die Erwartungen hoch: Die Deutschen wollen im Schnitt dieses Jahr 288 Euro für Geschenke ausgeben und damit drei Euro mehr als im vorigen Jahr, ergab eine Umfrage der GfK-Konsumforscher. Und rund die Hälfte der Befragten will zumindest ein Geschenk im Internet kaufen - das sind hoffentlich gute Nachrichten für Amazon-Investoren wie mich.

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