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10.01.2013

20:43 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Steigende Kurse sind besser als Paul die Krake

Die ersten Handelstage sollen die Richtung für das Jahr vorgeben. Eine unserer Autorinnen setzt daher auf weiter steigende Kurse. Auch die Commerzbank-Aktie legt zu – und animiert damit zum Handeln.

Kerstin Leitel Bert Bostelmann für Handelsblatt

Kerstin Leitel

Erinnern Sie sich an Paul die Krake? Der Oktopus, der mit seinen Prognosen zu Fußballspiel-Ergebnissen eine große Karriere hinlegte? Fast alle seiner Voraussagungen erwiesen sich als richtig – nur bei zwei von 14 Spielen lag er falsch. Nun ist Paul posthum in einer charttechnischen Analyse von HSBC Trinkaus aufgetaucht – allerdings nicht als leuchtendes Vorbild.

Kerstin Leitel

Die Redakteurin

Kerstin Leitel arbeitet für die Finanz-Zeitung des Handelsblatt und berichtet vor allem über die Versicherungsbranche.

Die Strategie

Ich will kein Geld verlieren, mit dieser Maxime gehe ich an den Start. Ein ausgewogenes Depot ist für mich wichtig, Anleihen sollen deswegen auch im Portfolio sein. Von Derivaten versuche ich mich allerdings fernzuhalten, was ich nicht verstehe, das kaufe ich nicht. Schließlich lässt sich auch mit Titeln aus Dax und MDax gutes Geld verdienen. Einen Kursrutsch kann ich aussitzen – wenn es anschließend wieder hoch geht. Das kann mir zwar keiner garantieren, aber schließlich versuche ich auf solide Unternehmen zu setzen, die nicht von einem Windhauch aus der Bahn geworfen werden. Und letztlich ist für mich wichtig, wie das Depot zum Kassensturz aussieht.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Das Fünf-Tages-Orakel sei besser als Paul, schreibt HSBC Trinkaus. Dieser Regel zufolge geben die ersten Handelstage auch die richtige Richtung für den Jahresverlauf vor. In der Vergangenheit habe sich die Regel häufig bewahrheitet – in den letzten 25 Jahren 19-mal. Das würde die Quote von Paul in den Schatten stellen.

In den vergangenen Tagen ging es am Aktienmarkt bergauf. Seit dem Jahresschluss 2012 bei 7.612 Punkten konnte der deutsche Leitindex um 1,1 Prozent zulegen – beste Aussichten also für das Aktienjahr 2013, schlussfolgern die HSBC-Trinkaus-Analysten. Ihren Erwartungen zufolge sollte der Dax zu Jahresbeginn zwar noch „durchatmen“ und im Februar eine „Investmentgelegenheit“ bieten, dann aber sollte der Index neue Rekordstände jenseits des bisherigen Allzeithochs bei 8151 Punkten erreichen. So leid es mir um die Erfolgsbilanz des Oktopus geht: Steigende Kurse wären mir sehr willkommen.

Kommentare (5)

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Rechner

11.01.2013, 04:53 Uhr

Aha. 19 von 25 (5-Tage-Regel, 76 %) ist also mehr als 12 von 14 (Paul, 86 %).


Numismatiker

11.01.2013, 10:29 Uhr

Ein Blick in den Duden offenbart:

Es heißt "der Krake" statt "die Krake"

flyingfridge

11.01.2013, 11:06 Uhr

Sehr geehrte Frau Leitel,

Krake Paul lag bei 12 von 14 Entscheidungen richtig (86 Prozent), das 5-Tages-Orakel bei 19 von 25 Entscheidungen (76 Prozent). Können Sie mir sagen, welche Berechnung sie angestellt haben, um zu der Aussage zu kommen, die Quote von Paul würde in den Schatten gestellt werden?

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