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28.08.2013

20:30 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Syrien-Konflikt sorgt für Unordnung

Lange haben alle nur auf die Fed geschaut – auch die Handelsblatt-Redakteure. Doch nun mischt sich ein weiterer Faktor ins Börsengeschehen ein: Der Syrien-Konflikt. Eine Belastungsprobe für die Depots.

Jürgen Röder ist Finanzredakteur von Handelsblatt Online. Pablo Castagnola

Jürgen Röder ist Finanzredakteur von Handelsblatt Online.

Wie tief fällt der Dax noch? Falls der Kursrutsch weiter gehen und der deutsche Leitindex Dax unterhalb der Marke von 8000 Punkten schließen sollte, dürfte das mein Depot gehörig durcheinanderwirbeln. Spätestens dann werde ich auf jeden Fall mein Sprintzertifikat (WKN:  CZ55RB) wieder verkaufen, das ich gestern erworben habe. Ich habe beim Dax-Stand von knapp unter 8200 Zählern mit 50 Stück nur eine kleine Position gekauft. Dadurch halte ich das Verlustrisiko gering. 

Jürgen Röder

Die Strategie

Meine Strategie ist kurz- oder mittelfristig angelegt. Ich versuche aktuelle Chancen an den Märkten zu nutzen, ohne das Risiko aus den Augen zu verlieren. Ich kaufe nur, wenn ich mit meinem Investment die Chance auf eine jährliche Rendite von mindestens acht, besser zehn Prozent habe. Ich lege aber auch vorher den maximalen Verlust meines Investments fest.

Der Redakteur

Seit mehr als 30 Jahren beschäftige ich mich mit den Finanzmärkten – zunächst privat, später beruflich als Handelsblatt-Redakteur. Meine Spezialität sind Anlagezertifikate, mit denen ich meist das Risiko gegenüber einem Direktinvestment reduziere. Mein Depot ist das spekulative.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Möglicherweise kaufe ich noch nach, falls sich die Börsenstimmung wieder drehen sollte. Aber derzeit richtet sich mein Blick eher auf das Risiko und damit auf die Werte, die kurz vor dem Verkauf stehen.

Neben den Zertifikaten auf risikoreichere Einzelwerte wie Nokia, Klöckner und Daimler verliert das Derivat „Euro Periphery Value Select“  deutlich, dass die Kursentwicklung von 15 großen Unternehmen aus den angeschlagenen Peripherie-Staaten Italien, Portugal und Spanien nachvollzieht. Das steht kurz vor dem Verkauf.

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

28.08.2013, 20:53 Uhr

Wie kann man den unerfahrenen Anlegern nur so unsichere heiße Wetten anbieten? In der aktuellen Situation ist nur das Absichern des Depots wichtig. Nimmt lieber das Tagesgeld von der Bank, anstatt solche Wetten wie im Artikel. Bei einem richtigen Crash sind die 7250 DAX noch leicht reißbar, da wir bis den 5000ner Bereich fallen könnten. Wer weiß das schon?
Und das der DAX noch in der Frist der Wette die 8800 überschreitet ist noch viel unsicherer bei diesem Umfeld.

Diese drei Investmentbanker oder was die sind, sind ihren Tip nicht wert.

Account gelöscht!

28.08.2013, 23:28 Uhr

"Wahrscheinlich", "unwahrschienlich" ist nur die vornehme Form von "weiß nicht". Immer wenn von Wahrscheinlichkeit die Rede ist, ist informationstheoretisch die Rede von "Nicht-Wissen". Wenn "Wahrscheinlichkeit" einen Sinn machen soll, dann nur mit einer Zahlenangabe. Aber die fehlt stets. Also eine Aussage ohne Informationsinhalt.

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