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21.04.2013

15:59 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Tech-Giganten haben die Börsen im Griff

Der spannendste Teil der Bilanzsaison ist der der IT-Riesen. IBM und Microsoft legten Zahlen vor und beherrschten das Börsengeschehen. Die Apple-Aktie geriet auch ohne Zahlenvorlage ins Visier der Anleger.

Good Bye: Frank Wiebe, Korrespondent in New York, verabschiedet sich beim spekulativem Depot mit einer Rendite von 8,1 Prozent. Jens Dietrich

Good Bye: Frank Wiebe, Korrespondent in New York, verabschiedet sich beim spekulativem Depot mit einer Rendite von 8,1 Prozent.

Die Tech-Giganten bestimmen am Freitag das Geschehen an der US-Börse: Allen voran IBM und Microsoft. Beide habe ich nicht im Depot, ebenso wenig wie den dritten Tech-Giganten: Apple. Dieser ist in den vergangenen Monaten abgestürzt, tritt aber zurzeit eher auf der Stelle. Oder den vierten Tech-Wert Google, der Zahlen vorgelegt hat, die recht freundlich aufgenommen wurden.

IBM ist dagegen spektakulär eingebrochen. Die Zahlen des ersten Quartals, am Vorabend bekannt gegeben, bergen eine schlechte Botschaft. Der Vertrieb des Konzerns scheint nicht gut zu funktionieren, und viele seiner Großkunden, gerade aus dem öffentlichen Bereich, halten die Taschen zu. Big Blue fällt darauf nichts anderes ein, als den Stellenabbau zu beschleunigen. Nicht gerade eine visionäre Strategie.

Frank Wiebe

Der Redakteur

Mit Finanzthemen beschäftige ich mich seit mehr als 30 Jahren - lange Jahre von Deutschland aus, seit November 2012 von New York aus. Vor meiner Zeit als Journalist habe ich einige Jahre in einer großen Bank gearbeitet und war dort auch an Aktienemissionen beteiligt.

Die Strategie

Chancenorientiert heißt für mich vor allem, die Chancen von Unternehmen zu nutzen. Ich kaufe daher in erster Linie Aktien mit einer langfristigen Perspektive. Dazu kommen auch Anleihen, um die Risiken besser zu verteilen. Ich werde eher direkt einzelne Papiere kaufen als indirekt über Fonds und Zertifikate zu gehen, weil das einfacher nachzuvollziehen ist und damit die Transparenz erhöht.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Ganz anders Microsoft. Nachdem dieses Unternehmen viel Kritik einstecken musste, hat es mit relativ guten Zahlen überrascht. Vielleicht war es doch voreilig, das einst innovativste und zeitweise sogar wertvollste Unternehmen der Welt sozusagen schon abzuschreiben mit seinem Geschäftsmodell.

Apple hingegen erlebt gerade den Prozess der Entmythifizierung: ein tolles Unternehmen, das aber am Ende auch nur mit Wasser kocht – und so wird es mehr und mehr auch an der Börse bewertet.

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