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18.12.2012

20:23 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Totgesagte lohnen sich manchmal doch

Auch kurz vor Weihnachten warten unsere Anleger nicht auf das Christkind, sondern auf eine Lösung im US-Haushaltsstreit. Solange halten sie sich mit Käufen zurück – und lassen sich so auch Chancen entgehen.

Kerstin Leitel Bert Bostelmann für Handelsblatt

Kerstin Leitel

Kommt es nun oder nicht? Das ist die Frage, die derzeit die Aktienmärkte umtreibt. Damit ist aber nicht das Christkind gemeint (da gibt es ja wohl keinen Zweifel), nein, es geht um das Fiscal Cliff. Am Dienstag zeigten sich die Börsianer optimistisch, dass die US-Politiker verhindern werden, dass zum Jahreswechsel automatisch Steuererhöhungen und Ausgabensenkungen in Kraft treten. Allerdings hieß es auch, dass die beiden Verhandlungsgruppen noch immer weit auseinander liegen.

So kann die Stimmung rasch wieder umschlagen, solange nichts schwarz auf weiß vorliegt, fürchte ich. Und an der Wall Street setzte sich auch keine wirkliche Euphorie durch.

Zum Vergrößern bitte anklicken.

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Viele Börsianer haben sich ohnehin schon in die Feiertage verabschiedet. Am Dienstag hätte man zwar mit Aktien der Commerzbank und Air Berlin noch ein kräftiges Plus machen können - aber ob man sich diese Titel wirklich unter das Kopfkissen legen kann? Ich bin da skeptisch. Das sind Aktien, die eher meine Kollegin Jessica interessieren dürften. Aktien der Commerzbank hat sie ja bereits im Depot.

Kerstin Leitel

Die Redakteurin

Kerstin Leitel arbeitet für die Finanz-Zeitung des Handelsblatt und berichtet vor allem über die Versicherungsbranche.

Die Strategie

Ich will kein Geld verlieren, mit dieser Maxime gehe ich an den Start. Ein ausgewogenes Depot ist für mich wichtig, Anleihen sollen deswegen auch im Portfolio sein. Von Derivaten versuche ich mich allerdings fernzuhalten, was ich nicht verstehe, das kaufe ich nicht. Schließlich lässt sich auch mit Titeln aus Dax und MDax gutes Geld verdienen. Einen Kursrutsch kann ich aussitzen – wenn es anschließend wieder hoch geht. Das kann mir zwar keiner garantieren, aber schließlich versuche ich auf solide Unternehmen zu setzen, die nicht von einem Windhauch aus der Bahn geworfen werden. Und letztlich ist für mich wichtig, wie das Depot zum Kassensturz aussieht.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

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