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15.12.2013

18:24 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Träumen vom Dax 11.000

Auch wenn es an den Börsen derzeit mäßig läuft: Im kommenden Jahr könnte der Dax weiter steigen, womöglich auf ein Allzeithoch von 11.000 Punkten. Trotzdem ist Jürgen Röder mit Prognosen vorsichtig.

Jürgen Röder ist Finanzredakteur von Handelsblatt Online. Pablo Castagnola

Jürgen Röder ist Finanzredakteur von Handelsblatt Online.

DüsseldorfWenn schon die Jahresendrally in diesem Jahr offenbar ausfällt, sollten Anleger einen Blick auf das neue Börsenjahr richten. Und da sind die meisten Beobachter zuversichtlich, dass die gute Stimmung grundsätzlich anhält, solange die Geldschwemme der Notenbanken weitergeht.

Jürgen Röder

Die Strategie

Meine Strategie ist kurz- oder mittelfristig angelegt. Ich versuche aktuelle Chancen an den Märkten zu nutzen, ohne das Risiko aus den Augen zu verlieren. Ich kaufe nur, wenn ich mit meinem Investment die Chance auf eine jährliche Rendite von mindestens acht, besser zehn Prozent habe. Ich lege aber auch vorher den maximalen Verlust meines Investments fest.

Der Redakteur

Seit mehr als 30 Jahren beschäftige ich mich mit den Finanzmärkten – zunächst privat, später beruflich als Handelsblatt-Redakteur. Meine Spezialität sind Anlagezertifikate, mit denen ich meist das Risiko gegenüber einem Direktinvestment reduziere. Mein Depot ist das spekulative.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Die Berenberg Bank und die Landesbank Baden-Württemberg halten einen Anstieg des Dax auf 9800 Zähler bis Ende 2014 für denkbar – auch ein zeitweises Allzeithoch von 10.000 Punkten liegt im Bereich des Möglichen. Die Deutsche Bank traut dem deutschen Leitindex sogar 11.000 Punkte Ende 2014 zu. Denn solange die lockere Geldpolitik der Notenbank bleibt, stehen die Anleger vor einem Dilemma.

Wohin mit dem Geld, wenn es keine Alternative gibt? Das sehe ich auch so, auch wenn ich mit Prognosen für das kommende Jahre vorsichtig wäre. Derzeit sieht es aus, als ob sich der Dax nach seinem Kursrückgang von 400 Punkten in wenigen Tagen stabilisieren würde. Vielleicht leitet die US-Notenbank am kommenden Mittwoch mit neuen Aussagen zumindest noch ein Jahresende mit Kursgewinnen für die Börsen ein.

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