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27.01.2014

20:38 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Übernahmefantasien bei SAP

Der Softwarekonzern SAP macht sich mal wieder Gedanken über größere Übernahmen. Im Vordergrund stünden vor allem Cloud-Anbieter, sagt der Finanzchef. Die neugeschürten Übernahmefantasien machen Kerstin Leitel Hoffnung.

Kerstin Leitel Bert Bostelmann für Handelsblatt

Kerstin Leitel

Die meisten Anleger hat am Montag wohl der Wechsel von Merck-Finanzvorstand Matthias Zachert interessiert, der auf den Chefsessel von Lanxess rückt. Das ist zweifelsohne eine eindrucksvolle Nachricht, die die Aktien beider Unternehmen stark bewegte.

Kerstin Leitel

Die Redakteurin

Kerstin Leitel arbeitet für die Finanz-Zeitung des Handelsblatt und berichtet vor allem über die Versicherungsbranche.

Die Strategie

Ich will kein Geld verlieren, mit dieser Maxime gehe ich an den Start. Ein ausgewogenes Depot ist für mich wichtig, Anleihen sollen deswegen auch im Portfolio sein. Von Derivaten versuche ich mich allerdings fernzuhalten, was ich nicht verstehe, das kaufe ich nicht. Schließlich lässt sich auch mit Titeln aus Dax und MDax gutes Geld verdienen. Einen Kursrutsch kann ich aussitzen – wenn es anschließend wieder hoch geht. Das kann mir zwar keiner garantieren, aber schließlich versuche ich auf solide Unternehmen zu setzen, die nicht von einem Windhauch aus der Bahn geworfen werden. Und letztlich ist für mich wichtig, wie das Depot zum Kassensturz aussieht.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Bei mir persönlich rückte aber SAP in den Fokus: Der Softwarekonzern denkt offenbar mal wieder über größere Übernahmen nach. Der letzte Milliarden-Zukauf war im Jahr 2012, als sich SAP die Online-Handelsplattform Ariba einverleibt hatte. In einem Interview betonte Finanzchef Werner Brandt nun, dass SAP bei möglichen Akquisitionen „fast jede Größenordnung stemmen“ könne.

Potenzielle Kandidaten will er zwar nicht öffentlich diskutieren. Es stünden aber vor allem Cloud-Anbieter im Vordergrund. In der vergangenen Woche hatte das Walldorfer Unternehmen sein Margenziel zugunsten des Wachstums im Geschäft mit Mietsoftware verschoben. Die nun geschürten Übernahmefantasien geben Hoffnung, dass es SAP damit ernst meint. 

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