Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

18.12.2013

19:53 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

„Ungebremster Optimismus wird unheimlich“

Das Börsenrekordjahr 2013 neigt sich dem Ende zu. Den kommenden Monaten sieht Georgios Kokologiannis bereits kritisch entgegen. Auch für Jürgen Röder ist Skepsis angesagt – vor allem mit Blick auf die Tech-Branche.

Kerstin Leitel Bert Bostelmann für Handelsblatt

Kerstin Leitel

Am Mittwochabend lässt die US-Notenbank endlich die Katze aus dem Sack. Ich bin gespannt, wie die Börse auf die Entscheidung der US-Notenbank reagiert. Was mein Depot angeht, überlege ich mir, wie ich im neuen Jahr vorgehen will. Immer mehr Börsenexperten melden sich mit ihren Prognosen für 2014 zu Wort, und häufig fällt das Wort „Stockpicking“.

Etwa bei Uwe Zöllner vom Fondsmanager Franklin. „Wir erwarten für die europäischen Märkte zwar ein weiteres passables Jahr, doch auf die Frage, wie man 2014 investieren sollte, gibt es keine leichte Antwort“, schreibt er.

Kerstin Leitel

Die Redakteurin

Kerstin Leitel arbeitet für die Finanz-Zeitung des Handelsblatt und berichtet vor allem über die Versicherungsbranche.

Die Strategie

Ich will kein Geld verlieren, mit dieser Maxime gehe ich an den Start. Ein ausgewogenes Depot ist für mich wichtig, Anleihen sollen deswegen auch im Portfolio sein. Von Derivaten versuche ich mich allerdings fernzuhalten, was ich nicht verstehe, das kaufe ich nicht. Schließlich lässt sich auch mit Titeln aus Dax und MDax gutes Geld verdienen. Einen Kursrutsch kann ich aussitzen – wenn es anschließend wieder hoch geht. Das kann mir zwar keiner garantieren, aber schließlich versuche ich auf solide Unternehmen zu setzen, die nicht von einem Windhauch aus der Bahn geworfen werden. Und letztlich ist für mich wichtig, wie das Depot zum Kassensturz aussieht.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

In den letzten fünf Jahren hätten Investoren bei der Anlage in europäischen Aktien ohne Weiteres auf einfache Themen setzen können - beispielsweise hätten defensive Titel wie Konsumwerte hoch in der Gunst der Anleger gestanden, weil die vor bösen Überraschungen im Zuge der kriselnden europäischen Wirtschaft wappnen.

Dadurch seien die Bewertungen in manchen Marktsegmenten ausgereizt und nun schlage die Stimmung um. „Deshalb dürfte flexibles Stockpicking erfolgsentscheidend sein“, meint Zöllner. „Unser Rat für 2014 ist, sorgfältig einzelne Titel auszuwählen“. Für Privatanleger ist das natürlich schwierig. Vermutlich setze ich daher auf weitere ETFs, also börsengehandelte Indexfonds. Da ist zwar die Chance auf kräftige Kursgewinne geringer, aber dafür auch das Risiko.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×