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16.10.2013

21:05 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

US-Banken lassen Finanzkrise hinter sich

Georgios Kokologiannis glaubt an eine weitere Erholung des US-Finanzsektors. Kerstin Leitel blickt auf einen großen Umbruch bei SAP. Und Jürgen Röder zeigt: In der Euro-Peripherie finden sich auch profitable Unternehmen.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Keine andere Position in meinem Portfolio hat sich so gut entwickelt wie die Aktien von Bank of America (BoA). Rund 42 Prozent konnten die Titel zulegen seitdem sie Anfang November ins Depot aufgenommen wurden. Von einem Teil der Papiere habe ich mich zwar im Sommer getrennt, weil die Anteile am zweitgrößten US-Kreditinstitut stark übergewichtet waren – den Rest werde ich allerdings weiter halten.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Die neusten Quartalszahlen zeigen: Bank of America hat die Finanzkrise wohl endgültig hinter sich gelassen. Die Geschäfte laufen gut, das Geldhaus hat es zurück in die Gewinnzone geschafft – vor einem Jahr wurden noch Verluste ausgewiesen. „Unsere Kunden machen wieder mehr Geschäfte mit uns“, sagte Vorstandschef Brian Moynihan am Mittwoch nach Veröffentlichung der Bilanzdaten. Die Volumina im Kredit- und im Einlagengeschäft steigen. Gleichzeitig gehen Altlasten im Hypothekengeschäft spürbar zurück.

Zur Spekulation auf eine weitere Erholung des US-Finanzsektors bleibt die Aktie damit hochinteressant. Auch die meisten Analysten beurteilen die Aktie positiv: Mehr als drei Viertel aller Experten raten derzeit dazu, die Aktie zu kaufen oder zumindest im Depot zu belassen. Im Schnitt erwarten sie auf Jahressicht Kurspotenzial von über neun Prozent.

Kommentare (1)

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r-tiroch@t-online.de

17.10.2013, 08:33 Uhr

das halte ich für ein Gerücht, dass US-Banken keine krise mehr haben. die haben nur ihre Bilanzen noch besser frisiert als unsere.

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