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24.02.2013

09:49 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

USA und Italien sorgen für eine Zitterpartie

Die Investoren schauen mal wieder verstärkt auf die Politik. Neben der Wahl in Italien rückt auch die „Fiskalklippe“ der USA in den Vordergrund. Bei den Einzelwerten überraschte Frank Wiebe die HP-Aktie.

Tschö: Jessica Schwarzer, Ressortleiterin des Finanzteams bei Handelsblatt Online in Düsseldorf schaffte mit dem spekulativen Depot eine Rendite von 2,1 Prozent. Pablo Castagnola

Tschö: Jessica Schwarzer, Ressortleiterin des Finanzteams bei Handelsblatt Online in Düsseldorf schaffte mit dem spekulativen Depot eine Rendite von 2,1 Prozent.

Endlich mal wieder grüne Vorzeichen. Zum Wochenausklang hat mein Depot ein wenig Boden gut gemacht. Nur zwei Positionen notierten im Minus. Eine war mal wieder die Commerzbank, die sich langsam aber sicher zum neuen Sorgenkind in meinem spekulativen Musterdepot entwickelt. Noch nicht mal mehr fünf Prozent notiert die Position im Plus.

Am Montag dürften Börsianer wohl nach Italien schauen. Die Italiener wählen und die Märkte fürchten ein Comeback Berlusconis. Experten sehen schwarz, egal ob der Cavaliere gewinnt oder nicht. Zweifel, ob das Land unter einer neuen Regierung seinen Sparkurs fortsetzt, könnten dem Dax ganz schön zusetzen. Die heftigsten Kursausschläge sind aber wohl zu erwarten, sollte Ex-Regierungschef und Medien-Mogul Silvio Berlusconi die Wahlen für sich entscheiden.

Jessica Schwarzer

Die Redakteurin

Das Auf und Ab an der Börse, Aktien, Fonds, ETFs, Anleihen - das beschäftigt mich seit Jahren. Nicht nur als Finanzredakteurin, auch privat. Für Handelsblatt Online schreibe ich regelmäßig über Trends an den Märkten und darüber, wie Anleger diese umsetzen können. Mein Depot ist das spekulative.

Die Strategie

Spekulativ bedeutet für mich nicht, wild zu zocken, sondern Chancen zu nutzen. Natürlich muss ich dafür entsprechend höhere Risiken eingehen. Um diese Risiken halbwegs unter Kontrolle zu behalten, setze ich in meinem Musterdepot auf breite Streuung. Konkret heißt das beispielsweise, dass ich zwar auf Anleihen mit schwächerer Bonität, also Junk Bonds, oder Unternehmensanleihen aus den Schwellenländern setze, aber dazu einen entsprechenden ETF wähle. Einzeltitel, Zertifikate und vielleicht auch Hybridanleihen mische ich bei.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Auch aus den USA droht Ungemach. Der US-Haushaltsstreit dürfte für einigen Gesprächsstoff sorgen. Zum 1. März treten automatische Ausgabenkürzungen in Kraft, sollten sich Republikaner und Demokraten nicht doch noch auf einen Kompromiss einigen. Und das würde wiederum das US-Wirtschaftswachstum massiv belasten. Ein Zitterspiel, dass an die Wochen vor dem Jahreswechsel erinnert. Damals drohte die US-Wirtschaft über das „fiscal cliff“ – zu Deutsch: Fiskalklippe – zu stürzen.

Zum Vergrößern bitte anklicken.

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Positive Impulse kommen hoffentlich von Unternehmensseite. Gleich mehrere Dax-Konzerne und einige aus der zweiten und dritten Reihe legen ihre Zahlen vor. Ob die allerdings die politischen Verwirrungen überstrahlen, wird sich zeigen.

Kommentare (4)

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Sebastian

24.02.2013, 10:53 Uhr

Huuhh.... die Zocker haben wieder mal Angst um ihr Geld.

Account gelöscht!

24.02.2013, 12:15 Uhr

Huh!
Unteres Ende der Tabelle geguckt: -20% bis jetzt.
Guru oder nur Spieler?

Account gelöscht!

24.02.2013, 15:36 Uhr

Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich in meinen Kommentaren wiederhole, aber diese Depotrubrik suggeriert meiner Meinung nach eine vollkommen falsche Botschaft.

Ein stinknormaler ETF auf den MSCI World hat in dem Zeitraum seit Start dieser Depots jedes Einzelne geschlagen. Das ganz ohne Stress und ohne das ständige Auf und Ab von einzelnen Aktien im Blick zu haben.

Selbst der "Teuerste" mit 0,5% Gebühr p.a. hat seit November 2012 knappe 7% erwirtschaftet. Vielleicht ist das auch das Fazit, das Sie am Ende ziehen wollen. Nur die wenigsten Anleger inkl. der vermeintlichen "Profis" schneiden besser ab als der "Markt".

Nutzen Sie Ihre kostbare, knappe Zeit bitte sinnvoller und nutzenbringender für Ihre Leser.

Eine schöne Woche.

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