Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

19.08.2013

18:35 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

„Vergiss das Lehrbuch“

Dem Dax fehlen die Impulse. Während der Seitwärtsphase versucht Jürgen Röder trotzdem Gewinne einzufahren. Kerstin Leitel ist sogar gezwungen entgegen aller Konventionen zu handeln.

Jürgen Röder ist Finanzredakteur von Handelsblatt Online. Pablo Castagnola

Jürgen Röder ist Finanzredakteur von Handelsblatt Online.

Topmanager der 160 Unternehmen aus Dax, MDax, TecDax und SDax wetten mit ihren vielen Käufen auf steigende Kurse, das Handelsblatt-Insiderbarometer steigt deutlich. Das ist für mich ein weiteres Indiz, dass der Dax in den nächsten Wochen zumindest nicht deutlich abrutschen wird.

Oder andersrum formuliert: Sollte der deutsche Leitindex in den nächsten Tagen zwischen 8200 und 8000 notieren, ergeben sich für mich attraktive Kaufchancen. Die Kombination von Reverse- und Bonuszertifikaten (60 Stücke mit der WKN CZ6S2M, 66 Stück mit der WKN UA5CA6) auf den Dax, die ich für am vergangenen Donnerstag quasi als risikoreichen Festgeldersatz für eine Seitwärtsphase gekauft habe, läuft planmäßig.

Jürgen Röder

Die Strategie

Meine Strategie ist kurz- oder mittelfristig angelegt. Ich versuche aktuelle Chancen an den Märkten zu nutzen, ohne das Risiko aus den Augen zu verlieren. Ich kaufe nur, wenn ich mit meinem Investment die Chance auf eine jährliche Rendite von mindestens acht, besser zehn Prozent habe. Ich lege aber auch vorher den maximalen Verlust meines Investments fest.

Der Redakteur

Seit mehr als 30 Jahren beschäftige ich mich mit den Finanzmärkten – zunächst privat, später beruflich als Handelsblatt-Redakteur. Meine Spezialität sind Anlagezertifikate, mit denen ich meist das Risiko gegenüber einem Direktinvestment reduziere. Mein Depot ist das spekulative.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Dieses Paar liegt zusammengenommen aktuell knapp 20 Euro im Plus. Bereits Ende der Woche werde ich – solange die Kurse nicht drastisch fallen oder steigen – im ersten Schritt die rund 50 Euro Transaktionskosten erwirtschaftet haben.

Zum Hintergrund: Bonuszertifikate profitieren von steigenden Kursen, Reverse-Bonusprodukte steigen bei fallenden Notierungen. Zusammengenommen ist diese Kombination quasi ein marktneutrales Investment, vor allem geeignet für Seitwärtsphasen.

Insgesamt würde ich mit dieser Kombination eine Jahresrendite von mehr als zehn Prozent erzielen, solange der Dax bis zum Ende der Laufzeit, 20. Juni 2014, stets innerhalb der Spanne von 7000 und 9900 Zählern bleibt. Aber falls der Dax aus der Seitwärtsphase ausbrechen sollte, werde ich die Kombination verkaufen.

Kommentare (4)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Kopfschuettel

19.08.2013, 19:11 Uhr

Jürgen Röder, Kerstin Leitel,

wir haben längst eine DAX-BLASE, de bald platzen wird!

VERSTANDEN !!!

Kopfschüttel

OleLakshmiMuellerSchabrunski

19.08.2013, 19:54 Uhr

MUAHAHAHA, ausgezeichnet !! Weiter so !!

Die drei Großinvestoren erinnern doch stark an die Besoffenheit des Neuen Marktes.

Es ist ein großer Verdienst des HB diese Fachkräfte in aller Öffentlichkeit scheitern zu lassen. Solches Finanz-Kabarett bekommt man nur selten geboten, wirklich köstlich !!

Jedem, der in der Schule nicht nur singen und klatschen hatte, dürfte dies bewusst sein.

Enjoy the Show !!

werner

19.08.2013, 21:20 Uhr

ich lach mich schlapp-dem dax fehlen die impulse!!!!!!!!!!!
tatsache ist dass die hellrot gluehenden euro-Druckmaschinen keine weitere kapazitaet zur stuetzung des dax hergeben koennen.Der dax ist gar kein dax, er ist von der politik in eine falschgeld druckmaschine umgewandelt worden,wobei die politik die dax hoehe taeglich bestimmt.
wuerde ein privatmann solche manipulation mit nur 40 euro vornehmen wuerde er fuer hundert jahre in den knast wandern

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×