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28.04.2013

13:00 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Verliert Amazon den letzten Verbündeten?

Amazon wächst und wächst – und vertröstet seine Aktionäre auf die Zukunft. Doch diese werden langsam ungeduldig. Amazon hat viele Feinde und darf seinen letzten Verbündeten, den Aktionär, nicht verlieren.

Good Bye: Frank Wiebe, Korrespondent in New York, verabschiedet sich beim spekulativem Depot mit einer Rendite von 8,1 Prozent. Jens Dietrich

Good Bye: Frank Wiebe, Korrespondent in New York, verabschiedet sich beim spekulativem Depot mit einer Rendite von 8,1 Prozent.

Bricht der Pakt zwischen Jeff Bezos und seinen Aktionären? Die Sorge ist nicht unberechtigt, wenn man sich den Absturz der Amazon-Aktie am Freitag anschaut. Amazon ist ein Unternehmen, das gemessen am Gewinn notorisch viel zu hoch bewertet ist. Konzerngründer Jeff Bezos begründet den schwachen Ertrag damit, dass er viel Geld in Wachstum investiere. Und der Konzern wächst ja auch – 22 Prozent im abgelaufenen Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Gleichzeitig ging aber der Gewinn zurück. Und noch mehr: Amazon deutet fürs laufende Quartal einen noch schwächeren Ertrag an. Klar doch, liegt alles an dem enormen Wachstum, vor allem im elektronischen Geschäft. Aber irgendwann wollen die Investoren auch richtiges Geld sehen und nicht nur Umsätze.

Frank Wiebe

Der Redakteur

Mit Finanzthemen beschäftige ich mich seit mehr als 30 Jahren - lange Jahre von Deutschland aus, seit November 2012 von New York aus. Vor meiner Zeit als Journalist habe ich einige Jahre in einer großen Bank gearbeitet und war dort auch an Aktienemissionen beteiligt.

Die Strategie

Chancenorientiert heißt für mich vor allem, die Chancen von Unternehmen zu nutzen. Ich kaufe daher in erster Linie Aktien mit einer langfristigen Perspektive. Dazu kommen auch Anleihen, um die Risiken besser zu verteilen. Ich werde eher direkt einzelne Papiere kaufen als indirekt über Fonds und Zertifikate zu gehen, weil das einfacher nachzuvollziehen ist und damit die Transparenz erhöht.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Amazon ist eines der wenigen Unternehmen, das wirklich die Welt verändert hat, nicht nur den Buchhandel, die Branche, in dem es gestartet ist. Es hat sich damit auch Feinde zugezogen - bei der Konkurrenz, Politikern und Gewerkschaftern. Wenn die Investoren Bezos auch noch die Freundschaft aufkündigten, wäre es allmählich brenzlig.

Aber noch ist der Einbruch vom Freitag kein Signal für einen Bruch. Noch. Denn Aktien mit extrem hohem Kurs-Gewinn-Verhältnis reagieren nun einmal etwas nervös. Die Frage bleibt trotzdem, wie lange die Aktionäre die Geduld behalten.

Kommentare (1)

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keep_it_simple

28.04.2013, 17:29 Uhr

Bitte, bitte lassen Sie es sein.

ETF auf den MSCI World plus einen Renten-ETF gewichtet nach belieben. Regelmäßig investieren und daran festhalten.

Der Rest ist Zockerei und Selbstüberschätzung.

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