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26.12.2012

17:25 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Verlustbringer fliegen raus

Der US-Haushaltsstreit und die möglichen Folgen für ihre Depots beschäftigen die Handelsblatt-Redakteure. Sie reagieren allerdings ganz unterschiedlich: Kerstin Leitel zieht beispielsweise die Reißleine.

Kerstin Leitel Bert Bostelmann für Handelsblatt

Kerstin Leitel

Jetzt reicht es mir: Der iShares S&P 500 fliegt aus meinem Depot. Zwar ist der Wert des Papiers seit meinem Einstieg um weniger als drei Prozent gesunken und somit gar nicht so dramatisch.

Aber da ich relativ viele Papiere gekauft hatte, machte sich das Minus auch unter dem Strich bemerkbar.

Kerstin Leitel

Die Redakteurin

Kerstin Leitel arbeitet für die Finanz-Zeitung des Handelsblatt und berichtet vor allem über die Versicherungsbranche.

Die Strategie

Ich will kein Geld verlieren, mit dieser Maxime gehe ich an den Start. Ein ausgewogenes Depot ist für mich wichtig, Anleihen sollen deswegen auch im Portfolio sein. Von Derivaten versuche ich mich allerdings fernzuhalten, was ich nicht verstehe, das kaufe ich nicht. Schließlich lässt sich auch mit Titeln aus Dax und MDax gutes Geld verdienen. Einen Kursrutsch kann ich aussitzen – wenn es anschließend wieder hoch geht. Das kann mir zwar keiner garantieren, aber schließlich versuche ich auf solide Unternehmen zu setzen, die nicht von einem Windhauch aus der Bahn geworfen werden. Und letztlich ist für mich wichtig, wie das Depot zum Kassensturz aussieht.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Aber ich fürchte, die US-Haushaltsdebatte wird auch in den kommenden Tagen den amerikanischen Aktienmarkt bremsen. Präsident Obama bricht auf jeden Fall seinen Weihnachtsurlaub ab und verhandelt weiter.  

Zum Vergrößern bitte klicken.

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Zudem besteht immer die Gefahr, dass Kursgewinne durch einen ungünstigen Wechselkurs zunichte gemacht werden. Ich werde mich im neuen Jahr nach einem anderen Papier umschauen, mit dem ich auf die Entwicklung der US-Wirtschaft setzen kann. Der iShares S&P 500 war für mich ein Verlustgeschäft - immerhin das einzige bis jetzt.

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