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12.07.2013

06:53 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Verluste begrenzen - Gewinne laufen lassen

Georgios Kokologiannis ist sich sicher: Das Crash-Szenario der Pessimisten ist passé. Kerstin Leitel macht sich derweil Gedanken über alternative Anlagemöglichkeiten. Und Jürgen Röder zieht schlussendlich die Reißleine.

Jürgen Röder ist Finanzredakteur von Handelsblatt Online. Pablo Castagnola

Jürgen Röder ist Finanzredakteur von Handelsblatt Online.

Verkauft habe ich meine Mini-Futures (HV7UFF) auf Fielmann mit einem Verlust von 285 Euro , weil die Aktie unter meine selbst gesetzte Verkaufsmarke von 79,70 Euro gerutscht ist. Am heutigen Freitag hätte ich ohnehin diese Marke anpassen müssen, weil die Dividende in Höhe von 2,70 Euro dem Aktienkurs abgezogen wird.

An diesem Tag der Ausschüttung werden entsprechend die kursrelevanten Parameter von Hebelprodukten geändert. Durch den Dividendenabschlag von 2,70 Euro dürfte die Fielmann-Aktie bei rund 77 Euro notieren. Ohne Anpassung würde der Mini-Future durch seinen dreifachen Hebel mehr als zehn Prozent verlieren.

Jürgen Röder

Die Strategie

Meine Strategie ist kurz- oder mittelfristig angelegt. Ich versuche aktuelle Chancen an den Märkten zu nutzen, ohne das Risiko aus den Augen zu verlieren. Ich kaufe nur, wenn ich mit meinem Investment die Chance auf eine jährliche Rendite von mindestens acht, besser zehn Prozent habe. Ich lege aber auch vorher den maximalen Verlust meines Investments fest.

Der Redakteur

Seit mehr als 30 Jahren beschäftige ich mich mit den Finanzmärkten – zunächst privat, später beruflich als Handelsblatt-Redakteur. Meine Spezialität sind Anlagezertifikate, mit denen ich meist das Risiko gegenüber einem Direktinvestment reduziere. Mein Depot ist das spekulative.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Um den Dividendeneinfluss zu eliminieren, muss der Basispreis, der für die Kursentwicklung von Hebelprodukten ein maßgeblicher Faktor ist, bei jeder Dividendenzahlung um den vollen Ausschüttungsbetrag reduziert werden.  

Da der Emittent des MiniFutures – die Hypo-Vereinsbank – die gesamte Bruttodividende von deutschen Aktien zu 100 Prozent anrechnet, hätte die Ausschüttung der Dividende keine Auswirkungen auf den Kurs des Fielmann-Mini-Futures gehabt.  Einige Banken rechnen weniger als 100 Prozent der Dividende an. Diese Hebelprodukte notieren etwas leichter, ohne dass der Basiswert fällt.  

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