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31.10.2013

19:45 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Vertrackte Situation

Wer bislang nicht von der Rekordjagd am Deutschen Aktienmarkt profitiert hat, sollte jetzt einsteigen – oder besser doch nicht? Wie es weitergeht ist unklar, aber unsere Autoren haben bereits einen Plan.

Jürgen Röder ist Finanzredakteur von Handelsblatt Online. Pablo Castagnola

Jürgen Röder ist Finanzredakteur von Handelsblatt Online.

Es ist eine vertrackte Situation am deutschen Aktienmarkt. Viele Anleger haben – dazu zähle ich auch – von den vergangenen Kurssteigerungen nicht profitiert. Sie wollen zwar einsteigen, aber ihnen ist das Kursniveau zu hoch. Sie warten auf eine Korrektur und sind bereit, auf tieferem Niveau einzusteigen. Solange die Stimmung so ist, dürfte es keine größere Korrektur geben. Die Kurse dürften eher seitwärts tendieren.

Jürgen Röder

Die Strategie

Meine Strategie ist kurz- oder mittelfristig angelegt. Ich versuche aktuelle Chancen an den Märkten zu nutzen, ohne das Risiko aus den Augen zu verlieren. Ich kaufe nur, wenn ich mit meinem Investment die Chance auf eine jährliche Rendite von mindestens acht, besser zehn Prozent habe. Ich lege aber auch vorher den maximalen Verlust meines Investments fest.

Der Redakteur

Seit mehr als 30 Jahren beschäftige ich mich mit den Finanzmärkten – zunächst privat, später beruflich als Handelsblatt-Redakteur. Meine Spezialität sind Anlagezertifikate, mit denen ich meist das Risiko gegenüber einem Direktinvestment reduziere. Mein Depot ist das spekulative.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

In solchen Situationen bieten sich Bonuszertifikate. Bei meinem neuen Kauf bekomme ich pro Zertifikat 102 Euro zurück, wenn der Dax während der gesamten Laufzeit bis Ende Juni 2014 niemals auf 8200 Zähler oder tiefer notiert. Das entspricht einer Jahresrendite von 14 Prozent.

Die Nachteile: Sollte der Dax am Ende der Laufzeit über 10.2000 Zählern notieren, wäre ein Indexzertifikat die bessere Alternative gewesen. Und fällt der Dax unter die Marke von 8200 Punkten, hätte ich ein zusätzliches Minus von knapp vier Prozent. Denn um diese knapp vier Prozent ist das Bonuszertifikat teurer gegen über dem Dax. Dafür erhalte ich eine zweistellige Rendite, falls sich der Dax nur wenig bewegen sollte.

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