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26.05.2013

14:13 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Vertrauen in Europas Banken

Handelsblatt-Redakteurin Jessica Schwarzer sieht einen Wandel in Europas Bankenbranche: Etliche Institute seien gestärkt aus der Krise hervorgegangen. Deshalb setzt sie weiter auf den Fonds IShares Stoxx Euro Banken.

Tschö: Jessica Schwarzer, Ressortleiterin des Finanzteams bei Handelsblatt Online in Düsseldorf schaffte mit dem spekulativen Depot eine Rendite von 2,1 Prozent. Pablo Castagnola

Tschö: Jessica Schwarzer, Ressortleiterin des Finanzteams bei Handelsblatt Online in Düsseldorf schaffte mit dem spekulativen Depot eine Rendite von 2,1 Prozent.

Auf Europas Banken zu setzen, wie ich es mit dem Fonds IShares Stoxx Euro Banken getan habe, ist sicherlich gewagt. Dennoch beobachte ich seit einiger Zeit, wie innerhalb der Branche ein gewisser Wandel stattfindet.

Jessica Schwarzer

Die Redakteurin

Das Auf und Ab an der Börse, Aktien, Fonds, ETFs, Anleihen - das beschäftigt mich seit Jahren. Nicht nur als Finanzredakteurin, auch privat. Für Handelsblatt Online schreibe ich regelmäßig über Trends an den Märkten und darüber, wie Anleger diese umsetzen können. Mein Depot ist das spekulative.

Die Strategie

Spekulativ bedeutet für mich nicht, wild zu zocken, sondern Chancen zu nutzen. Natürlich muss ich dafür entsprechend höhere Risiken eingehen. Um diese Risiken halbwegs unter Kontrolle zu behalten, setze ich in meinem Musterdepot auf breite Streuung. Konkret heißt das beispielsweise, dass ich zwar auf Anleihen mit schwächerer Bonität, also Junk Bonds, oder Unternehmensanleihen aus den Schwellenländern setze, aber dazu einen entsprechenden ETF wähle. Einzeltitel, Zertifikate und vielleicht auch Hybridanleihen mische ich bei.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Das hat weniger mit dem Dauerthema „Kulturwandel“ zu tun, wie er bei der Hauptversammlung der Deutschen Bank gepredigt wurde, sondern viel mehr mit einem generellen Wandel innerhalb der Branche. Mittlerweile zeigt sich, dass etliche Institute gestärkt aus der Krise hervorgegangen sind. Und dass sie auch verstanden haben, worum es den Kunden geht. Da die Branche - ob man das wahr haben will oder nicht - zwangsläufig nötig ist, damit die zweitstärkste Exportnation der Welt - nämlich Deutschland - funktioniert, bin ich weiter guter Dinge für dieses Papier.

Ich sehe es vor allem als langfristiges Investment, das im Moment vielleicht noch nicht den ganz großen Ertrag gebracht hat, bei einer weiteren Erholung der Wirtschaft aber sicher profitieren wird.

Kommentare (1)

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Gast

26.05.2013, 14:44 Uhr

Wer, ausser Banken, ist denn sonst "gestärkt aus der Krise" gekommen? Sie nehmen an, die Krise ist vorbei?

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