Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

07.11.2013

19:57 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Vorfreude auf das Weihnachtsgeschäft

Redakteurin Kerstin Leitel hat Amazon-Aktien in ihrem Musterdepot liegen. Die Aussichten auf ein gutes Weihnachtsgeschäft im Internet sprechen dafür, die Papiere zu halten. Doch ein Verkauf würde die Kasse füllen.

Kerstin Leitel Bert Bostelmann für Handelsblatt

Kerstin Leitel

In New York sind schon die ersten Weihnachtsdekorationen aufgehängt und hierzulande gibt es bereits seit Wochen in den Supermärkten Schoko-Nikoläuse, Lebkuchen und Marzipankartoffeln zu kaufen: Weihnachten rückt näher.

Da komme ich ins Grübeln, nicht wegen meiner Weihnachtseinkäufe, sondern wegen der der anderen: Wird Amazon auch in diesem Weihnachtsgeschäft gut abschneiden? Um fast 40 Prozent ist die Aktie seit meinem Kauf vor einem Jahr gestiegen, da werde ich nachdenklich.

Kerstin Leitel

Die Redakteurin

Kerstin Leitel arbeitet für die Finanz-Zeitung des Handelsblatt und berichtet vor allem über die Versicherungsbranche.

Die Strategie

Ich will kein Geld verlieren, mit dieser Maxime gehe ich an den Start. Ein ausgewogenes Depot ist für mich wichtig, Anleihen sollen deswegen auch im Portfolio sein. Von Derivaten versuche ich mich allerdings fernzuhalten, was ich nicht verstehe, das kaufe ich nicht. Schließlich lässt sich auch mit Titeln aus Dax und MDax gutes Geld verdienen. Einen Kursrutsch kann ich aussitzen – wenn es anschließend wieder hoch geht. Das kann mir zwar keiner garantieren, aber schließlich versuche ich auf solide Unternehmen zu setzen, die nicht von einem Windhauch aus der Bahn geworfen werden. Und letztlich ist für mich wichtig, wie das Depot zum Kassensturz aussieht.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Einer Studie von Deloitte zufolge wollen die Deutschen dieses Jahr im Schnitt 399 Euro für das Weihnachtsfest ausgeben, sieben Prozent mehr als 2012. Auf der Wunschliste stehen Bargeld, Bücher und Kosmetik, verschenkt werden sollen am liebsten Bücher.

Und selbst wenn die meisten wohl im Internet nach Geschenken suchen und diese dann im Laden kaufen, sprechen die weiteren Aussichten für den Internet-Handel dafür, Amazon zu halten. Aber vielleicht nehme ich einen Teil der Gewinne mit?

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×