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24.02.2014

20:17 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Vorsicht bei extremen Übernahmen

In den USA hat die WhatsApp-Übernahme durch Facebook für Furore gesorgt, in Deutschland soll Lkw-Bauer Scania durch VW übernommen werden. Die Autoren beobachten dieses Geschehen und sehen Chancen – aber auch Risiken.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Ein Megadeal sorgt für Irritationen an der Börse: Nachdem das weltweit führende Online-Netzwerk Facebook vergangene Woche beim Kurznachrichtendienst-Betreiber Whatsapp zugeschlagen hat, reißt die Diskussion um den Rekord-Coup nicht ab. Ging es anfangs noch darum, ob 19 Milliarden Dollar für eine Chatplattform nicht völlig überzogen seien, sehen Experten nun in der viertgrößten Technologietransaktion der Geschichte ein Warnsignal für den gesamten Sektor.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

In der Vergangenheit war es oft so, dass Wendepunkte in Überhitzungsphasen oft durch extreme Übernahmen und Fusionen gekennzeichnet waren. Vor allem wenn der Käufer einen Großteil mit eigenen Aktien bezahlt  - so wie beim Whatsapp-Deal – ist Vorsicht angebracht. Das kann ein Hinweis darauf sein, dass schon die Aktien des übernehmenden Unternehmens zu hoch bewertet sind.

So erwarb beispielsweise Rohstoffhändler Glencore Anfang 2012 der Minenbetreiber Xstrata für über 43 Milliarden Dollar und legte dafür ausschließlich eigene Anteilsscheine auf den Tisch. Wenig später brachen die Preise für viele wichtige Rohstoffe ein, der Super-Zyklus war zu Ende – Aktie aus dieser Branche gingen auf Talfahrt. Auch dem Ausbruch der weltweiten Banken, Finanz- und Schuldenkrise vor sechseinhalb Jahren waren nicht zuletzt im Finanzsektor zahlreiche Großübernahmen vorausgegangen. Derzeit sollten daher vor allem Investments im Technologiebereich besonders genau geprüft werden.

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