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10.02.2014

18:56 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Wall-Street-Potenzial bleibt überschaubar

Lohnt es sich, auf den US-Aktienmarkt zu setzen? Experten sehen in diesem Jahr nur begrenztes Aufwärtspotenzial. Chancen bestehen bei ausgewählten Dividendentiteln, während US-Indexfonds unattraktiv erscheinen.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Auch nach der jüngsten Korrektur bleibt das Potenzial an der Wall Street eher überschaubar. So das Ergebnis einer Expertenumfrage des Wirtschaftsdienstes Bloomberg. Demnach prognostizieren Brokerhäuser, dass der Leitindex S&P 500 bis Ende dieses Jahres seinen jetzigen Stand von knapp 1800 Punkten zwar ausbauen wird — im Schnitt rechnen die Fachleute aber nur mit einem Plus von rund acht Prozent. Vor diesem Hintergrund erscheint mir eine marktbreite Direktinvestition beispielsweise über US-Indexfonds unattraktiv. Zu groß ist das Risiko weiterer Rückschläge am Markt im Verhältnis zur Renditechance.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Interessanter sind da schon einzelne, ausgewählte Dividendentitel. Oder Derivate wie mein Discountzertifikat auf den S&P 500 (WKN: TB4JVD). Damit ist ein ähnlicher Ertrag erzielbar, wie von den Experten in Aussicht gestellt — bei geringerem Verlustrisiko.

Konkret: Fast sieben Prozent Rendite winken bei dem Papier bis Ende Dezember. Selbst wenn der US-Index bis dahin auf der Stelle tritt. Und: Zum Verlustgeschäft wird die Investition erst, wenn der S&P 500 mindestens sechs Prozent verliert – oder aber wenn der US-Dollar im Verhältnis zum Euro an Wert einbüßt. Denn das Zertifikat ist - genauso wie ein gewöhnlicher US-Aktienfonds - nicht währungsgesichert.

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