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07.08.2013

19:33 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Wann kommt der Exit?

Langsam wird es ernst. Die Anleger müssen sich darauf einstellen, dass die Federal Reserve ihre Unterstützung zurückfahren wird. Den Musterdepots der Handelsblatt-Redakteure stehen schwere Wochen bevor.

Kerstin Leitel Bert Bostelmann für Handelsblatt

Kerstin Leitel

Derzeit gibt die Federal Reserve die Marschrichtung an den Märkten vor. Jedes Wort der Notenbanker wird auf die Goldwaage gelegt, um Hinweise darauf zu erhalten, wann die US-Notenbank aufhört, zur Stützung der Wirtschaft Wertpapiere zu kaufen.

Kerstin Leitel

Die Redakteurin

Kerstin Leitel arbeitet für die Finanz-Zeitung des Handelsblatt und berichtet vor allem über die Versicherungsbranche.

Die Strategie

Ich will kein Geld verlieren, mit dieser Maxime gehe ich an den Start. Ein ausgewogenes Depot ist für mich wichtig, Anleihen sollen deswegen auch im Portfolio sein. Von Derivaten versuche ich mich allerdings fernzuhalten, was ich nicht verstehe, das kaufe ich nicht. Schließlich lässt sich auch mit Titeln aus Dax und MDax gutes Geld verdienen. Einen Kursrutsch kann ich aussitzen – wenn es anschließend wieder hoch geht. Das kann mir zwar keiner garantieren, aber schließlich versuche ich auf solide Unternehmen zu setzen, die nicht von einem Windhauch aus der Bahn geworfen werden. Und letztlich ist für mich wichtig, wie das Depot zum Kassensturz aussieht.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Möglicherweise ist es schon bald soweit: Auf die Frage, ob die Fed bereits bei ihrem Treffen am 17./18. September den Beginn des Ausstiegs beschließen könnte, antwortete der Präsident der Federal Reserve Bank of Chicago, Charles Evans, mit den Worten „ich würde das überhaupt nicht ausschließen“.

Das wollte natürlich kein Investor hören - und so herrschte an den Börsen rund um den Globus schlechte Stimmung. Für mich heißt das: Ruhe bewahren. Das wird sicher ein heißer Herbst. Aber das muss man aushalten. Ohnehin sind Aktien dann wohl die beste Anlageform – vielleicht abgesehen von Bargeld, das aber außer lachen derzeit nicht viel macht.

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

07.08.2013, 20:20 Uhr


Mit den getürkten US-Arbeitszahlen sucht ihr weiter verzweifelt nach den Ausgang. Die machen weiter.

Die Anleihenblase steht drohend im Raum.

Account gelöscht!

08.08.2013, 08:25 Uhr

Mannomann, wer's glaubt. Seit Monaten hängt die Finanzbranche an den Lippen der Fed, wie das Kaninchen vor der Schlange sitzt.

Es wird im September, wie bisher auch, genau gar nichts zurück gefahren. Da kommt höchstens die nächste Ankündigung:

Ja aber bestimmt im Oktober oder aber dann ganz bestimmt im November oder erst 2014 bzw. 2015. Die halten so doch nur geschickt den Deckel auf dem Topf.

realist

08.08.2013, 10:55 Uhr

..............die Uhr tickt, gut so, damit endlich das Spielkasino aufgelöst wird. Ist doch die Entwicklung an den Märkten zum Erbrechen. Hat doch die jetzige Entwicklung nichts, aber auch nichts mit gesunden oder ungesunden Unternehmenszahlen zu tun. Nur des billigen Geldes wegen diese Entwicklung die viele Bürger um ihr Erspartes brachte oder noch bringen wird, wenn es so weiter geht. Spielen auf der Wiese, aber nicht an der Börse. Aber so ist es eben. Kann man nicht verbieten, is (ist) Geschäft. Und das läßt sich nicht verbieten. Also stehen wir vor der Tür, die bald geöffnet wird. Ist dahinter die Treppe nach unten. Entweder in Stufen, oder die Treppe wird weggezogen und der Fall nach Unten ist vorprogrammiert. Und so scheint sich Gott sei Dank bei einigen Experten die Einsicht durchgesetzt zu haben, daß ein Anstieg nach oben nicht mehr möglich ist. Damit wird dem Anleger signalisiert, vorbereitet zu sein und die Foten vom Markt zu lassen. Es wird kein Signal und Zeitpunkt für den Fall geben. Nur so
viel. Wenn eine gewisse Zufriedenheit erreicht wurde, sollte man aus dem Zug aussteigen und die Gewinne sichern.
Wie sagt der Herr der Zahlen....sei gläubig und nicht ungläubig. Bessere dich, damit du nicht eines Tages bestraft wirst, und einen Schaden erleiden wirst...........Dazu ist nichts mehr zu sagen.......

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