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16.09.2013

20:18 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

„Wann verkaufe ich meine Zertifikate wieder?“

Die Handelsblatt-Redakteure geraten ins Grübeln. Die alles entscheidende Frage ist: Geht die Hausse weiter oder ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um Kasse zu machen? Für die Depots wird die Woche weiter spannend bleiben.

Kerstin Leitel Bert Bostelmann für Handelsblatt

Kerstin Leitel

Mit einem neuen Rekordhoch beim Dax haben sich meine Erwartungen auf steigende Kurse erfüllt. Doch nun stehe ich vor der schwierigen Frage: Wann verkaufe ich meine Zertifikate wieder, mit denen ich auf neue Rekordstände gesetzt habe? Denn ich habe rund 30 000 Euro in drei Sprintzertifikate investiert, die bei den aktuelle Notierungen jede Kursbewegung verdoppeln.

Kerstin Leitel

Die Redakteurin

Kerstin Leitel arbeitet für die Finanz-Zeitung des Handelsblatt und berichtet vor allem über die Versicherungsbranche.

Die Strategie

Ich will kein Geld verlieren, mit dieser Maxime gehe ich an den Start. Ein ausgewogenes Depot ist für mich wichtig, Anleihen sollen deswegen auch im Portfolio sein. Von Derivaten versuche ich mich allerdings fernzuhalten, was ich nicht verstehe, das kaufe ich nicht. Schließlich lässt sich auch mit Titeln aus Dax und MDax gutes Geld verdienen. Einen Kursrutsch kann ich aussitzen – wenn es anschließend wieder hoch geht. Das kann mir zwar keiner garantieren, aber schließlich versuche ich auf solide Unternehmen zu setzen, die nicht von einem Windhauch aus der Bahn geworfen werden. Und letztlich ist für mich wichtig, wie das Depot zum Kassensturz aussieht.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Verluste werde ich bei den beiden Sprintzertifikaten auf den Dax sowie bei dem einen auf den Automobiltitel Daimler nicht mehr zulassen und mein Stop Loss entsprechend anpassen. Doch falls die Kurse weiter steigen sollten, plane ich auch Verkäufe.

Sobald der Dax oberhalb von 8700 Zählern notiert, werde ich einen Teil meiner Sprintprodukte verkaufen. Ähnlich verfahre ich mit dem "Sprinter" auf Daimler, sobald die Aktie oberhalb von 58 Euro gehandelt wird. Denn ich halte es für wahrscheinlich, dass ich nach einer Korrektur wieder preiswerter einsteigen kann.

Zur Erläuterung: Sprintzertifikate verdoppeln Kursbewegungen innerhalb einer Spanne. Unterhalb der Spanne verhält sich das Zertifikat wie der Basiswert, oberhalb der Spanne profitiert  das Zertifikat nicht mehr von den höheren Notierungen.

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