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25.06.2013

22:14 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

War das schon die Wende?

Jürgen Röder hofft nach den Kursgewinnen am Dienstag auf einen Aufwärtstrend. Georgios Kokologiannis ist skeptisch. Und Kerstin Leitel tröstet sich damit, dass selbst Profis die jüngsten Kursstürze nicht erwartet hatten.

Jürgen Röder ist Finanzredakteur von Handelsblatt Online. Pablo Castagnola

Jürgen Röder ist Finanzredakteur von Handelsblatt Online.

War das etwa schon die Wende am Aktienmarkt? Die deutlichen Kursgewinne am Dienstag geben zumindest wieder Hoffnung. Vor allem ein Aspekt ist auf jeden Fall positiv: Die so genannte 200-Tage-Linie hat Anfang der Woche gehalten. Im vergangenen Jahr stieg nach einem Test dieser charttechnisch relevanten Kurslinie das deutsche Börsenbarometer deutlich an. 

Beispielsweise im April 2013 und im November 2012. Vielleicht ist das auch diesmal der Fall – möglicherweise allerdings erst nach einer längeren Seitwärtsphase in diesem Sommer. Mein Sprintzertifikat, das Dax-Gewinne innerhalb der Spanne von 8200 bis 8800 Punkten verdoppelt, habe ich leider etwas zu früh gekauft. Es bleibt aber im Depot, weil es auf dem aktuellen Niveau eine Aufwärtsbewegung des Leitindexes zumindest 1:1 nachvollzieht. 

Jürgen Röder

Die Strategie

Meine Strategie ist kurz- oder mittelfristig angelegt. Ich versuche aktuelle Chancen an den Märkten zu nutzen, ohne das Risiko aus den Augen zu verlieren. Ich kaufe nur, wenn ich mit meinem Investment die Chance auf eine jährliche Rendite von mindestens acht, besser zehn Prozent habe. Ich lege aber auch vorher den maximalen Verlust meines Investments fest.

Der Redakteur

Seit mehr als 30 Jahren beschäftige ich mich mit den Finanzmärkten – zunächst privat, später beruflich als Handelsblatt-Redakteur. Meine Spezialität sind Anlagezertifikate, mit denen ich meist das Risiko gegenüber einem Direktinvestment reduziere. Mein Depot ist das spekulative.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Unter besonderer Beobachtung steht der Wert Eon. Die Aktie hat am Dienstag ein neues Fünf-Jahrestief markiert und findet auch nach einer monatelangen Seitwärtsphase offenbar noch keinen Halt. Im meinem Depot bilden diese Papiere mit einer Summe von knapp 2500 Euro eine kleine Position.

Kommentare (1)

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keep_calm_and_carry_on

26.06.2013, 09:10 Uhr

Zitat: "Die Angst der Anleger: Dividendenpapiere könnten zukünftig an Attraktivität einbüßen, falls es wieder höhere Zinskupons gibt."

Das ist so ein neues Modethema - die "bond-like stocks" wie man in den USA sagt, müsse man im Hinblick auf steigende Zinsen abstossen. Man möchte Anleger dazu bringen, in die Zykliker und Techwerte zu switchen.

Meine Meinung dazu ist, dass bisher alle Aktien von steigenden Zinsen betroffen waren und Dividendentitel (bond-like) sich in fallenden Märkten eher stärker gehalten haben. Man schaue auf die Lehman-Krise und was Coca Cola, McDonalds und J&J in derzeit relativ gemacht haben.

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