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14.01.2013

18:41 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

War es das mit Apples Vormachtstellung ?

Seit sechs Monaten ist die Aktie des Börsenschwergewichts Apple auf Talfahrt. Neue Negativmeldungen sorgten am Montag für einen weiteren Kursrutsch. Jessica Schwarzer hat deshalb die Reißleine gezogen.

Tschö: Jessica Schwarzer, Ressortleiterin des Finanzteams bei Handelsblatt Online in Düsseldorf schaffte mit dem spekulativen Depot eine Rendite von 2,1 Prozent. Pablo Castagnola

Tschö: Jessica Schwarzer, Ressortleiterin des Finanzteams bei Handelsblatt Online in Düsseldorf schaffte mit dem spekulativen Depot eine Rendite von 2,1 Prozent.

Jetzt reicht es! Apple fliegt aus dem Depot. Eine klare Fehlinvestition. Meine Wette auf eine Kurserholung nach dem Einbruch im Herbst ist definitiv nicht aufgegangen. Die schlechten Nachrichten häufen sich. Und deshalb ziehe ich nun die Reißleine. Fast 15 Prozent oder 1000 Euro habe ich mit dieser Position verloren. Das schmerzt, sehr sogar.

 

Jessica Schwarzer

Die Redakteurin

Das Auf und Ab an der Börse, Aktien, Fonds, ETFs, Anleihen - das beschäftigt mich seit Jahren. Nicht nur als Finanzredakteurin, auch privat. Für Handelsblatt Online schreibe ich regelmäßig über Trends an den Märkten und darüber, wie Anleger diese umsetzen können. Mein Depot ist das spekulative.

Die Strategie

Spekulativ bedeutet für mich nicht, wild zu zocken, sondern Chancen zu nutzen. Natürlich muss ich dafür entsprechend höhere Risiken eingehen. Um diese Risiken halbwegs unter Kontrolle zu behalten, setze ich in meinem Musterdepot auf breite Streuung. Konkret heißt das beispielsweise, dass ich zwar auf Anleihen mit schwächerer Bonität, also Junk Bonds, oder Unternehmensanleihen aus den Schwellenländern setze, aber dazu einen entsprechenden ETF wähle. Einzeltitel, Zertifikate und vielleicht auch Hybridanleihen mische ich bei.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Am Montag ging es noch einmal um mehr als drei Prozent abwärts. Grund für den neuen Kursrutsch sind Befürchtungen, das neue iPhone 5 könnte sich doch nicht so gut verkauft, wie es der starke Marktstart im September vermuten ließ. Zeitungsberichten zufolge senkte der Technologiekonzern wegen geringerer Nachfrage seine Bestellungen für LCD-Bildschirme und andere iPhone-Teile im laufenden Quartal drastisch. Das kommt bei Börsianern natürlich gar nicht gut an – und bei mir auch nicht.

 

Nun ist die Aktie also aus dem Depot geflogen. Damit habe ich eigentlich nur noch einen Wert, der etwas stärker im Minus ist. Der börsengehandelte Indexfonds auf Unternehmensbonds aus den Schwellenländern hat seit meinem Einstieg gut 3,5 Prozent oder 360 Euro verloren. Das kann ich aber gut ertragen.

Kommentare (2)

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14.01.2013, 21:00 Uhr

Jetzt sind die Lemminge an der Reihe. Aber wenn sich Putzfrauen in ihrer Mittagspause über Apple-Aktien unterhalten, wird es Zeit auszusteigen. Ich habe mein Paket von 800 Stück, das ich fast 10 Jahre lang gehalten hatte, (beruflich APPLE-affin) abgestoßen als Samsung das iPhon 1:1 kopiert hat und ich habe nahezu 1000% gewonnen. Thank you APPLE!

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14.01.2013, 22:01 Uhr

Ich habe hier schon vor einen Jahr geschrieben, daß Apple seinen Zenith überschritten hat. Die Asiaten haben Apple längst überholt in der Qualität, Innovation und im Preis und es wird noch ärger kommen für das US Unternehmen. Steve ist tot und es gibt nichts mehr zu erfinden was den Umsatz steigern könnte. Der Ausstieg aus der Apple Aktie ist dringend geraten.

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