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21.05.2013

21:02 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Warten auf Ben

Die Börsen legen eine Pause ein. Alle warten gespannt auf Fed-Chef Ben Bernanke, der am Mittwoch vor dem US-Kongress über Wirtschaft, Zinsen und Anleihekäufe sprechen wird. Es könnte zu heftigen Kursreaktionen kommen.

Kerstin Leitel Bert Bostelmann für Handelsblatt

Kerstin Leitel

Die Börsianer grübeln schon seit langem, wie die US-Notenbank Federal Reserve die Perspektiven für die amerikanische Wirtschaft einschätzt und wie lange sie noch mit niedrigen Zinsen und Anleihekäufen Unterstützung leisten wird. Am Mittwoch könnte es Antworten auf diese Fragen geben. Denn um 16 Uhr spricht Notenbankchef Ben Bernanke vor dem US-Kongress. Zudem wird am Abend das Protokoll der letzten Sitzung der Geldpolitiker veröffentlicht.

Auch Börsenexperten sind gespannt. Denn wenn sich ein Richtungswechsel der Fed abzeichnet, könnte es zu kräftigen Kursreaktionen kommen – bei allen Anlageklassen. „Sollten die massiven Anleihekäufe früher als erwartet beendet werden, drohen den Börsen deutliche Kursverluste“, prognostiziert so die LBBW. Vor der Anhörung von Fed-Chef Bernanke dürften sich die Anleger zurückhalten. Schon am Montag legte der Dax eine Pause ein.

Kerstin Leitel

Die Redakteurin

Kerstin Leitel arbeitet für die Finanz-Zeitung des Handelsblatt und berichtet vor allem über die Versicherungsbranche.

Die Strategie

Ich will kein Geld verlieren, mit dieser Maxime gehe ich an den Start. Ein ausgewogenes Depot ist für mich wichtig, Anleihen sollen deswegen auch im Portfolio sein. Von Derivaten versuche ich mich allerdings fernzuhalten, was ich nicht verstehe, das kaufe ich nicht. Schließlich lässt sich auch mit Titeln aus Dax und MDax gutes Geld verdienen. Einen Kursrutsch kann ich aussitzen – wenn es anschließend wieder hoch geht. Das kann mir zwar keiner garantieren, aber schließlich versuche ich auf solide Unternehmen zu setzen, die nicht von einem Windhauch aus der Bahn geworfen werden. Und letztlich ist für mich wichtig, wie das Depot zum Kassensturz aussieht.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Immerhin kamen aus Frankfurt gute Nachrichten für europäische Aktieninvestoren: Die Bundesbank hat die Entwicklung der Aktienkurse europäischer Unternehmen der Entwicklung der Dividenden gegenübergestellt und schlussfolgerte aus diesen Daten, dass es keine „Hinweise auf eine nicht nachhaltige Aktienkursentwicklung“ der Titel im Euro Stoxx 50 gibt.

Um auch den deutschen Aktienmarkt zu überprüfen, fehlten Daten. Doch heißt es von den Experten, dass diese Einschätzung auch für Dax-Titel gelte. Also hat sich offenbar trotz des kräftigen Anstiegs der Börse keine Blase gebildet. Das beruhigt.

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