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16.01.2014

19:36 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Warten auf die magische Marke

Der Dax steuert neuen Rekord an und die Handelsblatt-Strategen sind auf Renditejagt. Jürgen Röder peilt eine Rendite von zehn Prozent an und im ausgewogenen Depot sind Bank of Amerika-Aktien hoch im Kurs.

Kerstin Leitel Bert Bostelmann für Handelsblatt

Kerstin Leitel

Die 10 000-Punkte-Marke habe eine geradezu „magische“ Anziehungskraft auf den Dax, sagen Händler. Und tatsächlich scheint sich der deutsche Aktienmarkt immer näher an diese Marke heranzuarbeiten. Am Mittwoch hatte der Index mit 9747,40 Zählern ein Rekordhoch markiert. Nach gut zwei Wochen im neuen Jahr ist so ein Plus von fast zwei Prozent aufgelaufen.

Kerstin Leitel

Die Redakteurin

Kerstin Leitel arbeitet für die Finanz-Zeitung des Handelsblatt und berichtet vor allem über die Versicherungsbranche.

Die Strategie

Ich will kein Geld verlieren, mit dieser Maxime gehe ich an den Start. Ein ausgewogenes Depot ist für mich wichtig, Anleihen sollen deswegen auch im Portfolio sein. Von Derivaten versuche ich mich allerdings fernzuhalten, was ich nicht verstehe, das kaufe ich nicht. Schließlich lässt sich auch mit Titeln aus Dax und MDax gutes Geld verdienen. Einen Kursrutsch kann ich aussitzen – wenn es anschließend wieder hoch geht. Das kann mir zwar keiner garantieren, aber schließlich versuche ich auf solide Unternehmen zu setzen, die nicht von einem Windhauch aus der Bahn geworfen werden. Und letztlich ist für mich wichtig, wie das Depot zum Kassensturz aussieht.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Aber nach der 10.000-Punkte-Marke ist noch lange nicht Schluss, wie Analysten meinen: Société Générale erwartet einen Dax-Stand von 10 200 Zähler zum Ende diesen Jahres, Equinet sagt dem Index einen Anstieg bis auf 10 800 Punkte voraus. Würde der Dax bis auf 10 800 Punkte klettern, entspräche das im Vergleich zum aktuellen Stand einem Plus von elf Prozent. Das wäre nicht zu verachten - selbst wenn der Dax 2013 sogar mit einem Plus von 26 Prozent abgeschlossen hatte.

Aber das Jahr ist noch lang, da kann noch viel passieren. „Nur weil der Dax über 10.000 Punkte steigt, heißt das nicht, dass er da bleibt”, sagte so auch Commerzbank-Stratege Andreas Hürkamp der Nachrichtenagentur Reuters. Eine Korrektur sei vor allem im zweiten Halbjahr denkbar.

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