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29.01.2013

19:35 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Warten auf klare Signale

Wie die meisten Anleger haben sich auch unsere drei Musterspekulanten am Dienstag nicht aus der Deckung gewagt. Frank Wiebe fragt sich derweil, wie lange die Aktien der Konjunktur noch davonlaufen können.

Good Bye: Frank Wiebe, Korrespondent in New York, verabschiedet sich beim spekulativem Depot mit einer Rendite von 8,1 Prozent. Jens Dietrich

Good Bye: Frank Wiebe, Korrespondent in New York, verabschiedet sich beim spekulativem Depot mit einer Rendite von 8,1 Prozent.

Gemischte Signale aus den USA: Das Verbrauchervertrauen ist nach wie vor recht schwach. Nach Beginn des Neuen Jahres macht sich offenbar bemerkbar, dass die „Pay Roll Tax“ für viele Amerikaner steigt.

Die „Pay Roll Tax“ ist eine Art Lohnsteuer, die aber eher mit den deutschen Sozialabgaben vergleichbar ist und nicht mit der Einkommensteuer zusammenhängt.

Frank Wiebe

Der Redakteur

Mit Finanzthemen beschäftige ich mich seit mehr als 30 Jahren - lange Jahre von Deutschland aus, seit November 2012 von New York aus. Vor meiner Zeit als Journalist habe ich einige Jahre in einer großen Bank gearbeitet und war dort auch an Aktienemissionen beteiligt.

Die Strategie

Chancenorientiert heißt für mich vor allem, die Chancen von Unternehmen zu nutzen. Ich kaufe daher in erster Linie Aktien mit einer langfristigen Perspektive. Dazu kommen auch Anleihen, um die Risiken besser zu verteilen. Ich werde eher direkt einzelne Papiere kaufen als indirekt über Fonds und Zertifikate zu gehen, weil das einfacher nachzuvollziehen ist und damit die Transparenz erhöht.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Etwas komplizierter ist die Lage am Immobilienmarkt. Der Case/Shiller-Index dort zeigt für November einen minimalen Rückgang der Hauspreise an. Rechnet man aber saisonale Einflüsse heraus, dann ergibt sich ein Anstieg, der, wie der US-Chefvolkswirt von Unicredit, Harm Bandholz, errechnet, größer ist als je seit 2006. Damit bleibt wenigstens der Immobilienmarkt eine Stütze der US-Konjunktur.

Ingesamt stellt sich die Frage, wie weit die Aktien der Konjunktur noch davonlaufen können. Ihre Kurse deuten bereits eine stärkere Erholung an, als die meisten Ökonomen erwarten.

Zum Vergrößern bitte anklicken.

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Es gibt auch Hinweise darauf, dass die Privatanleger, die in den USA Aktien auch für lange Zeit mit spitzen Fingern angefasst haben, wieder in größerem Umfang an den Markt zurückkehren. Wenn das zutrifft, stecken wir bald in einem Markt, der sein Potenzial schon ziemlich ausgereizt hat.

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