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07.07.2013

13:24 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Wenn die Börsianer ratlos sind

Eine Erholung der heimischen Börsen erwartet Georgios Kokologiannis – zumindest mittelfristig. Kerstin Leitel rechnet mit einem steten Auf und Ab. Und Jürgen Röder rät zu Zertifikaten. Die Musterdepots.

Jürgen Röder ist Finanzredakteur von Handelsblatt Online. Pablo Castagnola

Jürgen Röder ist Finanzredakteur von Handelsblatt Online.

Von aufmerksamen Lesern werde ich oft gefragt: Sind Zertifikate nicht zu risikoreich? Schließlich ist die Rückzahlung gefährdet, wenn die Bank in die Insolvenz rutscht. Ein berechtigter Einwand. Zertifikateanleger haben viel Geld aufgrund der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers verloren. Vor jedem Kauf sollten sich Anleger fragen: Halte ich es für möglich, dass die Bank, die das Zertifikat auf den Markt gebracht hat, in absehbarer Zeit Insolvenz anmelden könnte?

Jürgen Röder

Die Strategie

Meine Strategie ist kurz- oder mittelfristig angelegt. Ich versuche aktuelle Chancen an den Märkten zu nutzen, ohne das Risiko aus den Augen zu verlieren. Ich kaufe nur, wenn ich mit meinem Investment die Chance auf eine jährliche Rendite von mindestens acht, besser zehn Prozent habe. Ich lege aber auch vorher den maximalen Verlust meines Investments fest.

Der Redakteur

Seit mehr als 30 Jahren beschäftige ich mich mit den Finanzmärkten – zunächst privat, später beruflich als Handelsblatt-Redakteur. Meine Spezialität sind Anlagezertifikate, mit denen ich meist das Risiko gegenüber einem Direktinvestment reduziere. Mein Depot ist das spekulative.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Wer das aber glaubt, sollte meiner Meinung nach generell keine Aktien kaufen. Denn als Folge einer Bankenpleite würden die Kurse weltweit deutlich fallen. So wie es im Fall von Lehman Brothers sich ereignet hat.

Ich beantworte die Frage nach der Insolvenz eindeutig mit nein. Ich glaube nicht, dass Institute wie die Deutsche Bank, die teilverstaatlichte Commerzbank, die französische Großbank BNP Paribas oder die Schweizer UBS und Vontobel, von denen ich Zertifikate im Depot habe, Insolvenz anmelden müssen. Deswegen kaufe ich auch weiterhin Zertifikate.

Kommentare (6)

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Fruehrentner

07.07.2013, 16:42 Uhr

@Herr Roeder

Zitat "Ich glaube nicht, dass Institute wie die Deutsche Bank, die teilverstaatlichte Commerzbank, die französische Großbank BNP Paribas oder die Schweizer UBS und Vontobel, von denen ich Zertifikate im Depot habe, Insolvenz anmelden müssen."

Unverantwortlich! Das können Sie nicht seriös voraussagen, das ist Ihr subjektives Empfinden. Und das können Sie im privaten Kreis äußern, aber nicht als (seriöser) Redakteur einer (ambitionierten) Finanzzeitung.

Zitat

07.07.2013, 16:43 Uhr

"What to do when the market goes down? Read the opinions of the investment gurus who are quoted. And, as you read, laugh. We all know that the pundits can't predict short-term market movements. Yet there they are, desperately trying to sound intelligent when they really haven't got a clue."

Fat_bob_ger

07.07.2013, 17:11 Uhr

Herr Frührentner,
am besten legen Sie gar kein Geld an und vertrauen voll und ganz auf das dt. Sozialversicherungssystem. Im Schließfach ist es besonders sicher unter ihrer Matraze weniger.

Der Mann hat absolut recht. Diese BANKEN WERDEN NICHT pleite gehen, weil die EZB dies verhindern wird. Die Lehren aus der Lehmannpleite sind an Ihnen spurlos vorübergegangen. Wenn nicht einmal griechische Institute insolvent werden können.... was soll dann dt. Instituten passieren können. Und wenn doch, dann sind diese Pleiten das geringste Problem. "Never fight the FED", den Spruch sollten sich einige Finanzuntergangsphilosophen merken. Eine Kernschmelze des Weltfinanzsystems könnte es geben, ist aber ohne Krieg sehr unwahrscheinlich. Viele die damit rechneten, beginnen jetzt schon die Konservendosen wegzuwerfen, die 2008 für diesen Zweck eingelagert haben. Wie gesagt, Sicherheit gibts nirgendwo, nicht einmal, wenn es um die Frage geht, ob man morgen noch lebt.

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