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13.05.2013

21:54 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Wenn rauskommt, was schon alle ahnten

Positive Daten zum Einzelhandel in den USA haben am Montag die Börsen in Frankfurt und New York etwas gestützt. Große Kurssprünge blieben aber aus. Für Verluste in den Musterdepots sorgte etwa die Commerzbank.

Tschö: Jessica Schwarzer, Ressortleiterin des Finanzteams bei Handelsblatt Online in Düsseldorf schaffte mit dem spekulativen Depot eine Rendite von 2,1 Prozent. Pablo Castagnola

Tschö: Jessica Schwarzer, Ressortleiterin des Finanzteams bei Handelsblatt Online in Düsseldorf schaffte mit dem spekulativen Depot eine Rendite von 2,1 Prozent.

Immer wieder Ärger mit der Commerzbank: Nach Informationen des Handelsblatts will die Bank ihre Kapitalerhöhung noch in dieser Woche durchziehen. Das sollte an sich keinen überraschen; auch der Abschlag von rund 35 Prozent war eigentlich erwartet worden. Trotzdem ist die Aktie erneut eingeknickt – und zeitweise unter zehn Euro gefallen.

Möglicherweise werde dem einen oder anderen erst jetzt endgültig klar, dass eine große Verwässerung der Anteile droht, erklärte Philipp Häßler von Equinet im Gespräch mit Handelsblatt Online. Er rechnet damit, dass der Kurs der Aktie weiter fällt. Sein Kursziel: acht Euro. Dann, so sagt er, sei langsam der Punkt gekommen, an dem die Aktie so billig wird, dass sie nicht mehr fallen dürfte.

Jessica Schwarzer

Die Redakteurin

Das Auf und Ab an der Börse, Aktien, Fonds, ETFs, Anleihen - das beschäftigt mich seit Jahren. Nicht nur als Finanzredakteurin, auch privat. Für Handelsblatt Online schreibe ich regelmäßig über Trends an den Märkten und darüber, wie Anleger diese umsetzen können. Mein Depot ist das spekulative.

Die Strategie

Spekulativ bedeutet für mich nicht, wild zu zocken, sondern Chancen zu nutzen. Natürlich muss ich dafür entsprechend höhere Risiken eingehen. Um diese Risiken halbwegs unter Kontrolle zu behalten, setze ich in meinem Musterdepot auf breite Streuung. Konkret heißt das beispielsweise, dass ich zwar auf Anleihen mit schwächerer Bonität, also Junk Bonds, oder Unternehmensanleihen aus den Schwellenländern setze, aber dazu einen entsprechenden ETF wähle. Einzeltitel, Zertifikate und vielleicht auch Hybridanleihen mische ich bei.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Mir reichen die Verluste jetzt schon. In meinem Depot haben die Papiere mehr als 20 Prozent verloren. Im Moment nutzen manche Investoren einfach jeden Vorwand, um die Aktie zu verkaufen. Sie ist längst zum Spielball der Spekulanten geworden.

Nach Schätzungen liegen rund die Hälfte der Papiere bei Hedge Fonds. Doch deren Wetten auf fallende Kurse können auch schnell ins Gegenteil umschlagen – es wäre nicht der erste Short Squeeze an der Börse. Wenn die Kapitalerhöhung erst einmal über die Bühne ist, dann könnte die Zeit für eine Trendwende reif sein. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Kommentare (1)

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Gastroenteritis

14.05.2013, 09:38 Uhr

Überschrift: Wenn rauskommt, was schon alle ahnten

Hier gehts um Stuhlgang, oder? Endlich mal passend.

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