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30.12.2013

20:59 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Wer hätte das gedacht!

Ein rasantes Börsenjahr ist zu Ende gegangen. Der Dax beendet dieses auf Rekordniveau. Kerstin Leitel kann zufrieden sein, sie geht mit einem Plus aus den zwölf Monaten. Über Gewinnmitnahmen will sie deshalb nachdenken.

Kerstin Leitel Bert Bostelmann für Handelsblatt

Kerstin Leitel

Ein beeindruckendes Börsenjahr ist zu Ende gegangen. Der Dax schloss am Montag zwar gegenüber der Vorwoche leicht im Minus. Dass er einen Schlussstand von 9 552 Punkten erreichen würde, das hätte im Januar wohl kaum jemand für möglich gehalten.

Kerstin Leitel

Die Redakteurin

Kerstin Leitel arbeitet für die Finanz-Zeitung des Handelsblatt und berichtet vor allem über die Versicherungsbranche.

Die Strategie

Ich will kein Geld verlieren, mit dieser Maxime gehe ich an den Start. Ein ausgewogenes Depot ist für mich wichtig, Anleihen sollen deswegen auch im Portfolio sein. Von Derivaten versuche ich mich allerdings fernzuhalten, was ich nicht verstehe, das kaufe ich nicht. Schließlich lässt sich auch mit Titeln aus Dax und MDax gutes Geld verdienen. Einen Kursrutsch kann ich aussitzen – wenn es anschließend wieder hoch geht. Das kann mir zwar keiner garantieren, aber schließlich versuche ich auf solide Unternehmen zu setzen, die nicht von einem Windhauch aus der Bahn geworfen werden. Und letztlich ist für mich wichtig, wie das Depot zum Kassensturz aussieht.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Mit allen sechs Unternehmen, die ich aus dem deutschen Leitindex halte, liege ich solide im Plus. Danach hatte es im Lauf des Jahres nicht immer ausgesehen. Vor allem SAP schwächelte zu Anfang deutlich. Doch der Softwarekonzern holte wieder auf. Seit meinem Einstieg im November 2012 ist der Kurs nun um 6,5 Prozent gestiegen. Damit kann ich durchaus zufrieden sein.

In einem ähnlichen Zeitraum hat der US-Online-Händler Amazon aber sogar um über 50 Prozent zulegt - der Spitzenwert in meinem Depot. Auch wenn viele Experten für die Aktienmärkte optimistisch bleiben. So gut wie 2013 kann es doch wohl kaum noch einmal laufen. Ich werde auf jeden Fall über Gewinnmitnahmen nachdenken.

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