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03.06.2013

19:54 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Wohin mit dem Geld?

Georgios Kokologiannis glaubt nicht an eine Drosselung der US-Geldpolitik. Kerstin Leitel rechnet mit schwierigen Wochen, und Jürgen Röder freut sich über nervöse Anleger. Alle Redakteure fragen sich: Was macht die Fed?

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Droht wirklich schon bald die große Wende in der US-Geldpolitik , wie derzeit von einigen Börsianern befürchtet? Ich glaube nicht. Selbst wenn gegen Ende des Jahres die milliardenschweren Staatsanleihen-Käufe der Notenbank Fed minimal gedrosselt werden sollten, um Kritikern etwas Luft aus den Segeln zu nehmen: Über eine homöopathisches Ausmaß hinaus, wird man sich nicht trauen, die Notenpressen langsamer rotieren zu lassen.

Ganz zu schweigen von höheren Leitzinsen, die die herbeigesehnte Erholung der Volkswirtschaft in Übersee sofort im Keim ersticken lassen würden. Zu weit entfernt sind die USA immer noch von einem selbsttragenden Aufschwung.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Dennoch dürften die Sommermonate an den Börsen turbulent werden. Denn allein schon eine wochenlang währende Diskussion darüber, dass die Geldschwemme nicht ewig währen kann, hat das Zeug dazu, die Nerven der Anleger blank zu legen.

Daher werde ich in den kommenden Tagen mein Depot nach und nach etwas defensiver ausrichten als bisher: Den ein oder anderen noch nicht realisierten Gewinn mitnehmen. Und einige defensive Anlagezertifikate zukaufen, um mein Portfolio resistenter gegen mögliche Marktschwankungen auszurichten.

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