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18.02.2013

18:57 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Zeit für die Devisenmärkte

Wegen des Feiertags in den USA blieben die US-Börsen am Montag geschlossen. Entsprechend unaufgeregt verlief der Handel am Montag. Autor Frank Wiebe nutzte das für einen Blick auf den Devisenmarkt.

Kerstin Leitel Bert Bostelmann für Handelsblatt

Kerstin Leitel

„Meine“ Unternehmen sorgen für Schlagzeilen - leider keine guten. Amazon wird wegen der Arbeitsbedingungen von Zeitarbeitern in Deutschland schon seit Tagen heftig kritisiert, und nun steht auch Novartis im Blick der Öffentlichkeit.

Die Abfindung für den scheidenden Novartis-Chef führte in der Schweiz zu heftigen Diskussionen. Sogar die Justizministerin äußerte sich missbilligend über die 72 Millionen Franken (58,5 Millionen Euro), die Daniel Vasella bekommen soll. Dafür soll Vasella sechs Jahre lang nicht für die Konkurrenz tätig werden, sondern Novartis beraten.

Kerstin Leitel

Die Redakteurin

Kerstin Leitel arbeitet für die Finanz-Zeitung des Handelsblatt und berichtet vor allem über die Versicherungsbranche.

Die Strategie

Ich will kein Geld verlieren, mit dieser Maxime gehe ich an den Start. Ein ausgewogenes Depot ist für mich wichtig, Anleihen sollen deswegen auch im Portfolio sein. Von Derivaten versuche ich mich allerdings fernzuhalten, was ich nicht verstehe, das kaufe ich nicht. Schließlich lässt sich auch mit Titeln aus Dax und MDax gutes Geld verdienen. Einen Kursrutsch kann ich aussitzen – wenn es anschließend wieder hoch geht. Das kann mir zwar keiner garantieren, aber schließlich versuche ich auf solide Unternehmen zu setzen, die nicht von einem Windhauch aus der Bahn geworfen werden. Und letztlich ist für mich wichtig, wie das Depot zum Kassensturz aussieht.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Diese Vereinbarung wurde am Freitag publik. Daraufhin brach in der Schweiz ein Sturm der Empörung los. Kritiker von überzogenen Manager-Vergütungen hätten enormen Zulauf bekommen, hieß es in Schweizer Medienberichten. Und das ist derzeit nicht unwichtig: Denn am 3. März wird mit einem Volksentscheid über eine gesetzliche Beschränkung derartiger Bezüge abgestimmt.

Für die Annahme dieser sogenannten Abzocker-Initiative sprachen sich bei Umfragen etwa 57 Prozent der Teilnehmer aus. Vor der Bekanntgabe der Millionen-Abfindung für den Novartis-Chefs waren es nur etwas mehr als 50 Prozent.

Am Freitag findet zudem die Hauptversammlung von Novartis statt, da wird es sicher auch Kritik hageln. Der Aktie hat die Diskussion bisher nicht geschadet. Auch am Aktienkurs von Amazon prallte die Kritik ab. Allerdings wurde am Montag an der Wall Street nicht gehandelt. Entsprechend ruhig verlief auch das Geschäft am deutschen Aktienmarkt.

Kommentare (1)

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18.02.2013, 21:09 Uhr

"Ein Anreiz zum Nachdenken." Schön. Das gefällt mir.

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