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05.11.2013

21:05 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Zeit für eine Zwischenbilanz

Die Autoren wechselten, die Depots nicht. Sei einem Jahr werden die Musterdepots veröffentlicht. Aufgeteilt in ein konservatives, ein ausgewogenes und ein spekulatives Depot, ist für jeden Anlagetypen etwas dabei.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Genau ein Jahr ist vergangen, seit die Musterdepots des Handelsblatts aufgelegt worden sind. Zeit für eine Zwischenbilanz: Insgesamt bin ich sehr zufrieden. Das ausgewogene Portfolio entwickelt sich praktisch durchgängig in Übereinstimmung mit meinen beiden obersten Zielen – einer jährlichen Rendite zwischen sechs und acht Prozent sowie einer deutlich geringeren Wertschwankung im Vergleich zum Gesamtmarkt.

Während der Vergleichsindex Stoxx 50 in den vergangenen Monaten immer wieder einen empfindlichen Teil seiner Gewinne einbüßte, blieb mein Depot von nennenswerten Rückschlägen verschont.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Momentan bewegt sich der Ertrag mit über zehn Prozent sogar weit oberhalb der anvisierten Zielspanne. Eine komfortable Ausgangslage in einem meiner Meinung nach derzeit überhitzten Aktienmarkt: Ohne meine langfristigen Renditeziele zu gefährden, kann ich den Bargeldbestand vorübergehend weiterhin hochhalten und auf defensive Anlageprodukte wie Discount- und Bonuszertifikate setzen - solange bis sich günstigere Einstiegschancen ergeben.

Diese Produkte federn mögliche Verluste ab, im Gegenzug sind dafür die erzielbaren Erträge eng begrenzt.

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