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09.01.2014

20:53 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Zeit für neue Positionen

Jürgen Röder erfährt per Post von einer attraktiven Anlagemöglichkeit: Biotechfirmen, die Medikamente gegen seltene Krankheiten entwickeln. Georgios Kokologiannis sucht derweil nach einem neuen Renditebringer.

Kerstin Leitel Bert Bostelmann für Handelsblatt

Kerstin Leitel

Der amerikanische Aluminiumkonzern Alcoa gibt mit Vorlage seiner Zahlen üblicherweise den Startschuss in die neue Bilanzsaison. Analyst Uwe Streich von der LBBW ist vor der bevorstehenden Zahlenflut aus den USA zuversichtlich: „Seit Jahren üben sich die US-Unternehmen in gepflegtem Understatement, das heißt die „Guidance“, welche sie im Vorfeld der Berichtssaison geben, liegt regelmäßig unter den später tatsächlich berichteten Zahlen“, erklärt der Analyst.

Seit nunmehr 19 Quartalen in ununterbrochener Folge hätten die S&P-500-Gesellschaften daher positiv überrascht. Diese Serie müsse zwar irgendwann enden, aber es spreche „wenig dafür, dass dies ausgerechnet jetzt der Fall sein wird“. Damit stehen die Aussichten auf Kursgewinne gut – wenn nicht die Konjunkturdaten für Unruhe sorgen.

Kerstin Leitel

Die Redakteurin

Kerstin Leitel arbeitet für die Finanz-Zeitung des Handelsblatt und berichtet vor allem über die Versicherungsbranche.

Die Strategie

Ich will kein Geld verlieren, mit dieser Maxime gehe ich an den Start. Ein ausgewogenes Depot ist für mich wichtig, Anleihen sollen deswegen auch im Portfolio sein. Von Derivaten versuche ich mich allerdings fernzuhalten, was ich nicht verstehe, das kaufe ich nicht. Schließlich lässt sich auch mit Titeln aus Dax und MDax gutes Geld verdienen. Einen Kursrutsch kann ich aussitzen – wenn es anschließend wieder hoch geht. Das kann mir zwar keiner garantieren, aber schließlich versuche ich auf solide Unternehmen zu setzen, die nicht von einem Windhauch aus der Bahn geworfen werden. Und letztlich ist für mich wichtig, wie das Depot zum Kassensturz aussieht.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Vor dem Wochenende wird schließlich noch der amerikanische Arbeitsmarktbericht veröffentlicht, der schon manches Mal die Investoren überrascht hatte. Dieses Mal sind viele Experten optimistisch. „Der US-Arbeitsmarkt hat sich im Dezember wohl weiter erholt“, heißt es so beispielsweise von der Commerzbank. „Die Arbeitslosenquote ist vermutlich auf 6,9 Prozent gesunken. Dies würde die Entscheidung der Fed vom 18. Dezember bestätigen, die Anleihenkäufe sukzessive zu verringern“.

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