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14.10.2013

19:45 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Zu schön um wahr zu sein

Die Lage an den Aktienmärkten ist derzeit eigentlich sehr schön. Der Dax spaziert gen Allzeithoch und die Stimmung unter Anlegern ist positiv. Dennoch bleibt Jürgen Röder skeptisch und wartet auf die Zwischenkorrektur.

Jürgen Röder ist Finanzredakteur von Handelsblatt Online. Pablo Castagnola

Jürgen Röder ist Finanzredakteur von Handelsblatt Online.

Mit meiner aktuell vorsichtigen Haltung zum Aktienmarkt bin ich nicht allein: Auch Deutschlands Topmanager haben sich in den vergangenen Wochen völlig überraschend in Millionenhöhe von Aktien ihres Unternehmens getrennt. Das entsprechende Insider-Barometer, das alle 14 Tage in der Handelsblatt-Printausgabe veröffentlicht wird, ist nach längerer Zeit wieder in den neutralen Bereich gerutscht.

Jürgen Röder

Die Strategie

Meine Strategie ist kurz- oder mittelfristig angelegt. Ich versuche aktuelle Chancen an den Märkten zu nutzen, ohne das Risiko aus den Augen zu verlieren. Ich kaufe nur, wenn ich mit meinem Investment die Chance auf eine jährliche Rendite von mindestens acht, besser zehn Prozent habe. Ich lege aber auch vorher den maximalen Verlust meines Investments fest.

Der Redakteur

Seit mehr als 30 Jahren beschäftige ich mich mit den Finanzmärkten – zunächst privat, später beruflich als Handelsblatt-Redakteur. Meine Spezialität sind Anlagezertifikate, mit denen ich meist das Risiko gegenüber einem Direktinvestment reduziere. Mein Depot ist das spekulative.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Ein Signal, dass sich Aktien in den kommenden Monaten bis zum Jahresende nicht besser als die anderen Anlageklassen entwickeln. Und es gibt noch eine Gemeinsamkeit: So wie ich meine offensiv ausgerichteten Zertifikate schnell verkauft habe,  so rapide trennten sich auch die Insider von den Wertpapieren ihres Unternehmens.

Dabei ist die Situation an den Aktienmärkten derzeit fast zu schön, um wahr zu sein. Der deutsche Leitindex auf dem Weg zu einem neuen Allzeithoch, die Stimmung unter den Anlegern hervorragend und Kaufinteresse ist ebenfalls noch vorhanden. Dennoch bleibe ich vorsichtig und werde erst nach einer Zwischenkorrektur einsteigen oder neu entscheiden, wenn der Dax ein neues Allzeithoch markiert hat. 

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