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05.12.2013

20:23 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Zu viel Optimismus ist gefährlich

Eine Investmentgesellschaft hat herausgefunden, dass die deutschen Privatanleger positiv ins neue Börsenjahr gehen. Das ist einerseits eine gute Nachricht, findet Georgios Kokologiannis. Andererseits aber auch nicht.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Das Ergebnis dieser Umfrage löst zwiespältige Überlegungen aus: Privatanleger hierzulande blicken dem kommenden Börsenjahr positiv entgegen. Das geht aus einer Studie der Investmentgesellschaft Union Investment hervor. 36 Prozent erwarten demnach steigende Aktienkurse in den nächsten sechs Monaten. Deutlich weniger – nur 23 Prozent - rechnen mit fallenden Notierungen.

Einerseits ist das zwar eine erfreuliche Nachricht. Es scheint sich rumzusprechen, dass im Niedrigzinsumfeld langfristig kaum ein Weg an Aktieninvestments vorbeiführt. Andererseits gilt es als eine Art Binsenweisheit unter Börsenprofis, dass es gefährlich wird, wenn immer mehr Investoren ihre Skepsis ablegen, in das Bullenlager wechseln und weiter steigende Kurse erwarten.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Denn je mehr bereits investiert sind, desto weniger Anleger stehen für Anschluss- und Stützungskäufe bereit. Ergebnis: Die Risiko für kurzfristige Rückschläge steigt.

Dazu kommen zwei weitere Risiken: Nicht nur, dass die Aktienkurse zuletzt bereits deutlich schneller gestiegen sind als die Gewinne der Unternehmen. Momentan rechnen zudem die meisten Experten für das erste Halbjahr 2014 ohnehin mit einem schwierigen Umfeld für Aktien. Grund dafür ist der geplante Einstieg in den Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik der US-Notenbank, den die Mehrheit der Analysten im Frühjahr verortet.

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