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10.11.2013

17:12 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Zwischen Korrektur, Blase und Jahresendrally

Für Jürgen Röder zeigt die Woche mit ihrem erneuten Rekordhoch beim Dax erste Korrektur-Erscheinungen. Georgios Kolokogiannis sieht gar die Gefahr einer Blasenbildung. Kerstin Leitl dagegen warnt vor zu viel Skepsis.

Jürgen Röder ist Finanzredakteur von Handelsblatt Online. Pablo Castagnola

Jürgen Röder ist Finanzredakteur von Handelsblatt Online.

Wie schnell sich die Börsenwelt verändern kann. Am Donnerstagnachmittag stand der Dax noch bei 9194 Zählern und erreichte ein neues Allzeithoch. Dann sah es am Freitag zunächst nach einer größeren Korrektur aus, bis erneut wieder Käufe einsetzten.

Jürgen Röder

Die Strategie

Meine Strategie ist kurz- oder mittelfristig angelegt. Ich versuche aktuelle Chancen an den Märkten zu nutzen, ohne das Risiko aus den Augen zu verlieren. Ich kaufe nur, wenn ich mit meinem Investment die Chance auf eine jährliche Rendite von mindestens acht, besser zehn Prozent habe. Ich lege aber auch vorher den maximalen Verlust meines Investments fest.

Der Redakteur

Seit mehr als 30 Jahren beschäftige ich mich mit den Finanzmärkten – zunächst privat, später beruflich als Handelsblatt-Redakteur. Meine Spezialität sind Anlagezertifikate, mit denen ich meist das Risiko gegenüber einem Direktinvestment reduziere. Mein Depot ist das spekulative.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Offenbar sind viele Anleger eingestiegen, die von der Rally bisher wenig oder gar nicht profitiert hatten. Vielleicht kommt es in dieser Woche sogar zu einem neuem Allzeithoch.

Verkauft habe ich das Sprintzertifikat auf den spanischen Auswahlindex Ibex 35 mit einem Plus von mehr als sechs Prozent.

Der Index konnte die Marke von 10 000 Punkten nicht überwinden und könnte nun wieder fallen. Durch den Verkauf beträgt der Depotanteil, mit dem ich ausschließlich auf steigende Kurse setze, nur noch rund 50 Prozent. Damit sehe ich mein Depot für die anstehende Korrektur, die ich immer noch erwarte, gut gerüstet.

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