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29.06.2017

12:25 Uhr

DZ-Bank

Kirsch fordert Korrektur der EZB-Geldpolitik

Der Chef der DZ-Bank spricht sich für ein Ende der ultralockeren Geldpolitik der EZB aus. Denn diese würde die Finanzbranche belasten. Jüngste Äußerungen Mario Draghis lassen indes auf einen Kurswechsel hoffen.

Der Vorstandsvorsitzender der DZ Bank fordert ein Ende der ultralockeren Geldpolitik der EZB. dpa

Wolfgang Kirsch

Der Vorstandsvorsitzender der DZ Bank fordert ein Ende der ultralockeren Geldpolitik der EZB.

Frankfurt/MainDZ-Bank-Chef Wolfgang Kirsch dringt auf ein Ende der ultralockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). „So nachvollziehbar wie richtig die ursprüngliche Intention der EZB-Politik war, um schuldenbeladenen Staaten Zeit für unausweichliche Strukturreformen zu kaufen: Es ist hohe Zeit für den Ausstieg“, sagte Kirsch am Donnerstag bei einer Konferenz seines Instituts in Frankfurt.

Nullzinsen und Strafzinsen für Bankeinlagen bei der EZB belasten die Finanzbranche. Dass die Notenbank zudem noch bis mindestens Ende 2017 Monat für Monat Milliarden in den Kauf von Staats- und Unternehmensanleihen steckt, verhindert nach Ansicht von Kritikern ein normales Funktionieren von Kapitalmärkten.

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Am Dienstag hat eine Rede von Mario Draghi den Euro-Kurs nach oben getrieben. Sie wurde als Signal für einen baldigen Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik interpretiert. Doch einigen geht das offenbar zu weit.

Immerhin machten jüngste Äußerungen von EZB-Präsident Mario Draghi Hoffnung, „dass die EZB die Glocken endlich läuten hört“, sagte Kirsch - „wenn wir uns auch ein entschlosseneres Vorgehen wünschen würden“. Draghi hatte Anfang dieser Woche im portugiesischen Sintra von einer „graduellen Anpassung“ der EZB-Politik gesprochen, zugleich jedoch betont: „Anpassungen müssen schrittweise gemacht werden - und nur, sofern die verbesserte (wirtschaftliche) Dynamik, die sie rechtfertigt, hinreichend sicher ist.“ Eine abrupte Kehrtwende ist von der Zentralbank nicht zu erwarten. Draghi bekräftigte: „Wir brauchen Ausdauer in unserer Geldpolitik.“

Von

dpa

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