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07.10.2013

12:49 Uhr

Edward Bonham Carter im Interview

„Die Welt ist unsicher – damit muss man klarkommen“

VonJörg Hackhausen

ExklusivSchulden, Krise, Niedrigzinsen – halb so wild für Edward Bonham Carter. Der Geldmanager erklärt, warum ihn die Fed nicht interessiert, wie man sein Geld langfristig anlegt und warum er Fenster im Großraumbüro putzt.

Edward Bonham Carter: "Wir sind nicht clever oder töricht genug zu versuchen, die kurzfristigen Marktbewegungen vorherzusagen." PR

Edward Bonham Carter: "Wir sind nicht clever oder töricht genug zu versuchen, die kurzfristigen Marktbewegungen vorherzusagen."

Edward Bonham Carter wirkt nicht, wie man sich einen Banker aus der Londoner City vorstellt: das Haar etwas zerzaust, das Hemd offen, dafür gut gelaunt: „Wie geht es euch Deutschen? Seid ihr froh, dass Mutti die Wahl gewonnen hat?“, fragt er zur Begrüßung. Dann setzt er sich an den Konferenztisch, auf dem Sandwiches mit Schinken, Käse und Ei stehen – das Mittagessen für heute.

Herr Bonham Carter, die US-Notenbank versorgt die Welt weiter mit billigem Geld. Fürchten Sie den Tag, an dem sie damit aufhört?
Das interessiert mich nicht sonderlich. Solche Dinge können allenfalls kurzfristig für Volatilität sorgen. Auf lange Sicht kommt es für uns als Investoren darauf an, wie es den Unternehmen geht. Glauben Sie mir, wir werden auch in Zukunft genügend Unternehmen finden, die profitabel und nicht zu hoch bewertet sind.

Wollen Sie sagen, dass das alles keine Rolle spielt: die Finanzkrise, die Verschuldung der Staaten, die Niedrigzinsen?

Natürlich gibt es einige Kräfte in der Welt, die gekommen sind, um zu bleiben. Die Nachwirkungen der Schuldenkrise werden uns noch lange beschäftigen. Das Wachstum in der westlichen Welt wird niedriger sein als wir es von früher gewohnt sind. Eine große Herausforderung wird der demographische Wandel sein. Die Bevölkerung im Westen, aber auch in China altert. Damit sind gewaltige Umwälzungen verbunden. Es ist wie mit einem Gletscher: Niemand sieht, wie er sich bewegt, aber dahinter steckt eine der stärksten Kräfte auf der Welt.

Was heißt das übersetzt für die Anlagestrategie?

Es ist wichtig, die langfristigen Trends zu kennen. Meiner Ansicht nach bringt es aber wenig, darüber zu spekulieren, was als Nächstes passieren könnte. Das weiß sowieso niemand. Stattdessen verbringen wir die Zeit lieber damit, die Unternehmen zu analysieren. Wo liegt der Wettbewerbsvorteil einer Firma, wie arbeitet das Management? Solche Faktoren sind es, die den Unterschied ausmachen. 

An Aktien führt also kein Weg vorbei?

Davon bin ich überzeugt. Gerade in Zeiten niedriger Zinsen gibt es kaum eine Alternative. Sind die Deutschen immer noch so zurückhaltend, was Aktien anbelangt? 

Ich denke schon. Die Deutschen wollen lieber etwas Solides: ein Haus oder Gold.

Gold war zuletzt aber nicht gerade eine gute Wahl, oder? 

Kommentare (6)

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07.10.2013, 13:30 Uhr

Obama handelt wie ein Sozialist. GELD MUSS IMMER DA SEIN, EGAL WOHER. Immer mehr Schulden und immer mehr Planwirtschaft (staatliche Hilfsgelder) für Kommunen und die Bevölkerung. Nach Obama-Health-Care kommt dann noch ein Haus für jeden Obama-House-Care ?

Seit 2007 als Obama die US-Schulden mit 8.5 * 10 hoch 12 Dollar Schulden übernommen hatte hat sich dieser Betrag verdoppelt auf jetzt 16.2 * 10 hoch 12 Dollar Schulden. Dieser Politik-Stil der "gekauften Wähler-Stimmen" ist falsch, da er das Leistungs-Prinzip ausser Kraft setzt, Eigeninitiative und Eigenverantwortung lähmt.

Schluss damit. Sollen die US-Treasury-Bonds doch zusammenbrechen. WANN WENN NICHT JETZT, WO GELD-DRUCKER und GELD-VERSCHENKER AM WERK SIND, als Warn-Signal dass Schuldenmachen der Staaten der falsche Weg ist. Die Sozialisten sollten an ihren Schulden zusammenbrechen. Ein Ende mit Schrecken quasi. Riesige Verluste von Goldman Sachs (CEO Blankfein) wären das Resultat. Na und ? Das wäre eine ökonomische Lehre für die ganze Welt. Draghi muss auch damit aufhören ! Keine Rückzahlung mehr. Keine Zinsen mehr.

Republikaner handeln verantwortungsvoll für die Zukunft unserer Kinder und gegen das Geld- und damit Macht-Monopol der Sozialisten. Die Banken verdienen kräftig vom Schuldenmachen der Staaten. Dieser Kreislauf muss beendet werden !!

Das "Geld-Verschenken" kommt einer Droge gleich. Der "Wohlfahrts-Staat" wird immer teurer und macht die Menschen gefügig und abhängig. Das ist der perfide Plan in der EU und auch in den USA. Jedenfalls auf Seiten der Demokratischen Abgeordneten dort.

Herr Soros gehört zu den Leuten, die vom uferlosen Schuldenmachen der Staaten profitiert. Er kauft jeden Schrott auf, weil er weiss, dass es endlos gerettet und finanziert wird. Damit muss endlich Schluss sein. EURO steht für Verschuldung und Versklavung der Fleissigen.

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07.10.2013, 13:31 Uhr

Die subventionierten Firmen haben enorme Vorteile gegenüber ihrer Konkurrenz, die dann zu Grunde geht.

Das gehört auch zum Sozialismus und zur "steuernden Planwirtschaft" der EU, dass man gezeilte Firmen subventioniert um sie steuern zu können und ihre gesunde Konkurrenz zu beseitigen. Und das bezahlt auch noch der Steuerzahler. Mit Geld soll alles abhängig und gefügig gemacht werden. Manipulation, Intrigen, Korruption, Planwirtschaft, Propaganda-Journalismus alles das kommt davon, dass Sozialisten sich die Geld-Macht angeeignet haben. Mit der Gier nach Geld wird das alles möglich und die Haupt-Politiker werden reich gemacht dabei, die das alles organisieren (die Reichen von morgen).

Account gelöscht!

07.10.2013, 13:46 Uhr

@ Telling Lies:

Gegen die Zwangsneurose alle Foren mit immer wieder dem selben Text zuzumüllen, gibt es Hilfe beim Psychiater, volkstümlich auch "Irrenarzt" genannt.

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