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08.03.2011

03:53 Uhr

Kakao für solche Schokolade könnte knapp werden. Quelle: dapd

Kakao für solche Schokolade könnte knapp werden.

Abidjan/LondonPolitische Probleme an der Elfenbeinküste sorgen für Kakaoknappheit.

Der abgewählte Präsident der Elfenbeinküste, Laurent Gbagbo, hat die Regierung angewiesen, den Kakaohandel unter staatliche Kontrolle zu stellen. Ein entsprechendes Dekret des international nicht anerkannten Präsidenten sei im staatlichen Fernsehen verlesen worden, berichtete die britische BBC am Montagabend. Demnach dürfen die Produzenten ihren Kakao nur noch an den Staat verkaufen.

Die Elfenbeinküste ist mit über einer Million Tonnen pro Jahr der größte Kakaoproduzent der Welt. Nach der Präsidentenwahl Ende November ist in dem westafrikanischen Staat ein erbitterter Machtkonflikt ausgebrochen, der in einen Bürgerkrieg zu münden droht. Alassane Ouattara war von der Wahlkommission zum Sieger erklärt worden. Gbagbo weigert sich jedoch, abzutreten.

Wegen der Krise sind die Kakao-Preise in den letzten Monaten bereits deutlich nach oben geschnellt. Ende Januar hatte Ouattara versucht, mit einem einmonatigen Kakao-Lieferstopp Druck aufzubauen, um Gbagbo aus dem Amt zu jagen.

Der Kakao ist die Hauptdevisenquelle der Elfenbeinküste - 40 Prozent der Exporteinnahmen stammen aus dem Handel mit den Kakaobohnen.

dpa

Kommentare (2)

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Tangram

08.03.2011, 10:06 Uhr

Ouattara, der Wunschkandidat der "Internationalen Gemeinschaft" hat das Embargo rechtswiedrig verhängt. Begründung: die Lieferverträge wurden schon vor den Wahlen geschlossen. PS: alle sachlichen Analysen zur Wahl belegen: Ouattara hat die Wahlen nicht gewonnen!

1-Gaou

08.03.2011, 11:00 Uhr

Gbagbo IST der rechtmäßig gewählte Präsident! Es ist nicht Aufgabe der "internationalen Gemeinschaft" "IHREN" Kandidaten zu bestimmen und durchzudrücken. Die Verfassung eines freine, unabhängigen Landes hat Präsident Gbagbo bestätigt. Die UNO hat keinerlie Recht sich als Schiedsrichter aufzuspielen, sie hat im gegenteil versagt und die im Friedensvertrag vereinbarte Entwaffnung der Rebellen bis zwei Monate vor Beginn der Wahlen NICHT durchgeführt. Auch andere Versäumnisse der UNO (auch die Falschmeldung über Waffenlieferungen letzte Woche usw) haben zu der Eskalation der Lage geführt, anstatt sie zu vermeiden! Das EU-Embargo führt nun dazu, dass Krankenhäuser in der Elfenbeinküste nicht mehr mit Medikamenten beliefert werden - das soll Politik der "Internationalen Gemeinschaft" sein? Berichten Sie doch einmal darüber!

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