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17.10.2016

13:37 Uhr

Indexfonds

Anlegen nach dem Lego-Prinzip

VonIngo Narat

Wer Wertpapiere kauft, der will gute Erträge erzielen. Einige Anleger vertrauen auf starre Indexkonzepte, andere auf Fondsmanager mit großen Freiheiten. Doch die Wahrheit liegt woanders – weiß auch Star-Investor Buffett.

Der Star-Investor empfahl seiner Frau die Geldanlage in einem Indexfonds AP

Warren Buffett

Der Star-Investor empfahl seiner Frau die Geldanlage in einem Indexfonds

FrankfurtDer Satz schlug Wellen. Er kam von Warren Buffett. Der amerikanische Starinvestor machte vor zwei Jahren im Bericht seiner Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway eine Bemerkung, die es in sich hatte. Er empfahl seiner Frau Astrid, nach seinem Tod den größten Teil des Bargelds in den S&P-500-Indexfonds der US-Gesellschaft Vanguard zu investieren. Die Reaktion folgte prompt. In einer E-Mail bedankte sich Vanguard-Gründer John Bogle artig beim Multimilliardär und verlieh Buffett den Titel „zweitbester Verkäufer“ in seinem Investmenthaus.

Der Rat des heute 86-jährigen ist aktueller denn je. Er gibt Antwort auf eine fast philosophische Frage, die die Investmentbranche seit langer Zeit beschäftigt. Was liefert den besseren Ertrag: Gezielte Einzelwertauswahl der als attraktiv bewerteten Titel oder Verzicht auf diesen Aufwand und simpler Kauf eines Indexproduktes, das so zusammengesetzt ist wie eine gewählte Messlatte? Im Börsen-Slang werden die unterschiedlichen Ansätze schlicht mit „aktiv“ und „passiv“ abgekürzt.

Die zehn größten Fondsanbieter am deutschen Markt

Franklin Templeton

19 Milliarden Euro

Generali Invest

31 Milliarden Euro

Blackrock

40 Milliarden Euro

Helaba Invest

113 Milliarden Euro

HSBC Trinkaus&Burkhardt

169 Milliarden Euro

Universal-Investment

206 Milliarden Euro

Union Investment (Volksbanken)

220 Milliarden Euro

Deka (Sparkassen)

222 Milliarden Euro

DeAWM (Deutsche Bank)

291 Milliarden Euro

Allianz Global Investors

367 Milliarden Euro

Quelle

Quelle: Fondsverband BVI

Dargestellt ist das Publikums-/Spezial-/Immobilienfondsvermögen // Gesamtvolumen 2600 Milliarden Euro

Stand: 31.12.2015

Buffett hat sich demnach für die passive Anlage entschieden. Auf den ersten Blick stützen regelmäßige Auswertungen aus unterschiedlichsten Quellen diese Entscheidungen. Denn meistens illustrieren die typischen Leistungsbilanzen, dass die Anlageergebnisse aktiver Depots unterlegen sind. „Passive Fonds schneiden europaweit besser ab als aktive“, betitelte beispielsweise die Analysefirma S&P Dow Jones Indices in diesem Jahr eine Auswertung. Die Analysten zählten ab, wie viele aktiv verwaltete europäische Aktienfonds eine geringere Rendite lieferten als ein Vergleichsindex. Das Ergebnis ist erschütternd: Die Misserfolgsquote steigt von 32 Prozent im ersten Jahr stetig bis auf über 86 Prozent nach zehn Jahren.

Wer demnach nach dem Zufallsprinzip einen aktiven Fonds aussucht, der geht ein hohes Risiko ein, dass er nach einigen Jahren mit weniger Rendite dasteht als ein schlichtes Indexprodukt ihm eingebracht hätte. Bei genauerem Hinsehen zeigt das Ergebnis von S&P und ähnlichen anderen Auswertungen nur einen Teil der Wahrheit – aus verschiedenen Gründen. So tragen manche aktive Fonds dieses Etikett zu unrecht. Sie fordern die typischerweise höheren Gebühren für solche Produkte, folgen im Kern aber einer passiven Strategie, orientieren sich also sehr stark an einer Indexzusammensetzung.

Kommentare (3)

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17.10.2016, 17:22 Uhr

 Wer braucht denn " Online-Dating-Portale " wenn es Muckibuden zum Eisen biegen für uns Männer und für die Ladys den Knack-Po zum trainieren gibt ?

Wenn ich Lust habe auf Spielbank, dann mache ich das ja auch nicht Online am PC. Sondern ziehe mir einen eleganten Smoking an, fahre nach Wiesbaden und verbinde das Ganze mit einem Besuch im Gourmetrestaurant Ente und einer Übernachtung im Nassauer Hof. Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.http://www.handelsblatt.com/netiquette

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17.10.2016, 17:27 Uhr

 Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.http://www.handelsblatt.com/netiquette

Account gelöscht!

17.10.2016, 17:31 Uhr

 Stimmt nicht. Die einzige Spielregel die es gibt, sind keine Kinder. Ansonsten ist meine Herzdame (inzw. sogar Verlobte) absolut gleichberechtigt. Und wird nach der Uni als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten. Wenn ich mit spätestens Mitte 40 mit dem Börsenzeugs aufhöre, und als GT3 -Fahrer im selbst finanzierten Team in der VLN mit einem R8 LMSultra teilnehme Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.http://www.handelsblatt.com/netiquette

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