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07.01.2014

16:47 Uhr

EU-Finanzminister

Lautenschläger für EZB-Direktorium nominiert

Nach dem Abgang von Jörg Asmussen haben die EU-Finanzminister die Bundesbank-Vizepräsidentin Sabine Lautenschläger als seine Nachfolgerin im EZB-Direktorium nominiert. Damit hat sie eine wichtige Hürde genommen.

Bundesbank-Vize Präsidentin Sabine Lautenschläger steht auf dem Sprung zur EZB. Reuters

Bundesbank-Vize Präsidentin Sabine Lautenschläger steht auf dem Sprung zur EZB.

BrüsselDie EU-Finanzminister haben Bundesbank-Vizepräsidentin Sabine Lautenschläger als Nachfolgerin von Jörg Asmussen bei der Europäischen Zentralbank (EZB) nominiert. Nun müssen noch das Europäische Parlament und die EZB ihre Meinungen abgeben, bevor die EU-Staats- und Regierungschefs endgültig über den Wechsel im Direktorium der EZB entscheiden werden, teilte der EU-Ministerrat am Dienstag in Brüssel mit. Nach ergänzender Auskunft von Diplomaten werden dabei keine Probleme erwartet.

Die Bundesbank im Überblick

Aufgaben

Die Bundesbank ist Teil des Eurosystems und damit mitverantwortlich für die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Sie ist die Zentralbank und damit die "Bank der Banken" - bei ihr müssen Banken Mindestreserven einzahlen, um ihr Bankgeschäft betreiben zu dürfen.

Im Auftrag der EZB werden auch Überweisungen abgewickelt und Bargeld gedruckt und verteilt.

Ein weiteres wichtiges Gebiet ist die Überwachung von Banken und ihren Geschäften sowie die Beobachtung der Großwetterlage der Konjunktur und Finanzmärkte.

Verhältnis zur Europäischen Zentralbank (EZB)

Die Bundesbank ist die bedeutendste Notenbank im Euro-Raum mit einem Anteil am eingezahlten Kapital der EZB in Höhe von etwas mehr als 27 Prozent. Viele Dienstleistungen wie der Aufkauf von Staatsanleihen oder die Lagerung von Bargeld-Notreserven erfolgen im Auftrag der EZB.

Jahresüberschuss

Der Überschuss der Bundesbank steht dem Finanzministerium zu. Im Jahr 2012 gab es einen Gewinn in Höhe von 664 Millionen Euro (Vorjahr: 643 Millionen Euro).

Goldbestände

Zu den Währungsreserven der Bundesbank zählen auch Goldbestände. Sie belaufen sich auf 3391 Tonnen und werden von der Bundesbank mit einem Wert von 137,5 Milliarden Euro bilanziert.

Das Gold lagert in Frankfurt (1036 Tonnen), New York (1536 Tonnen), London (445 Tonnen) und Paris (374 Tonnen). Die Goldbestände in Paris sollen nach Deutschland geholt werden.

Mitarbeiter

10.825 Mitarbeiter (9.543 Vollzeitstellen), davon 5417 Beamte und 5408 Tarifbeschäftigte

Standorte

Die Zentrale der Bundesbank ist in Frankfurt. Es gibt außerdem neun Hauptverwaltungen und 41 Filialen, 2011 waren es noch 47 Filialen. Ein weiterer Abbau auf 35 Filialen ist beschlossen – dicht gemacht werden noch Bayreuth, Bremen, Dresden, Gießen, Kiel und Lübeck.

Die Außenstellen sind unter anderem für Bargelddienstleistungen zuständig, entsenden aber auch Prüfer in Banken.

Deutschland hatte Lautenschläger vorgeschlagen. Asmussen verlässt vorzeitig seinem Posten bei der EZB, da er ins Bundesarbeitsministerium wechselt. Die Personalie war bereits Mitte Dezember Thema bei den Euro-Finanzministern gewesen. Die obersten Kassenhüter entschieden im sogenannten schriftlichen Verfahren - dabei brauchen sie nicht zu einer Sitzung zusammenzukommen.

Von

dpa

Kommentare (1)

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r-tiroch@t-online.de

07.01.2014, 18:48 Uhr

werden keine probleme erwartet? dann kann ja das aufkaufen von Sondermüll losgehen?

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