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10.01.2013

13:49 Uhr

Euro-Krise

EZB verzichtet auf Leitzinssenkung

Die Europäische Zentralbank (EZB) belässt den Leitzins für die Eurozone bei 0,75 Prozent. Das beschloss der Notenbankrat am Donnerstag in Frankfurt am Main.

EZB-Chef Mario Draghi. Reuters

EZB-Chef Mario Draghi.

FrankfurtDer EZB-Rat hat auf seiner Sitzung in Frankfurt den Leitzins unverändert auf einem Rekordtief von 0,75 Prozent belassen, wie 50 von 55 Ökonomen in einer Bloomberg-Umfrage prognostiziert hatten. Der Einlagesatz und der Spitzenrefinanzierungssatz blieben ebenfalls unangetastet bei null Prozent beziehungsweise 1,5 Prozent. EZB-Präsident Mario Draghi wird den Zinsentscheid auf der um 14.30 Uhr beginnenden Pressekonferenz erläutern,

Angesichts der sich verbessernden Vertrauensindikatoren hat der Druck auf die EZB nachgelassen, die bereits auf einem Rekordtief liegenden Leitzinsen weiter zu senken. Ein derartiger Schritt ist mit ungewissen Konsequenzen verbunden, da der Einlagesatz möglicherweise unter null gehen würde.

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Die EZB lässt den Leitzins unangetastet. Zwar steckt die Eurozone in einer Rezession, doch die EZB kann dagegen nur wenig machen. Was bleibt sind Optionen, an die sich noch keiner herangewagt hat.

Die im letzten Jahr abgegebene Zusicherung, alles Notwendige zur Stabilisierung der Gemeinschaftswährung zu unternehmen, sowie die politischen Fortschritte in Bezug auf ein stärkeres Zusammenwachsen der Volkswirtschaften der 17 Euroraum-Länder, haben die Befürchtungen gedämpft, dass die Währungsunion auseinanderfallen werde.

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“Es wird immer Risiken geben, aber es gibt keinen Grund, die Zinsen zu senken”, sagte Marco Valli, Chef-Ökonom für den Euroraum bei UniCredit Global Research in Mailand, vor dem Zinsentscheid. “Anzeichen für eine wirtschaftliche Stabilisierung dürften wir bereits im ersten Halbjahr sehen, dank der jüngsten Stabilisierung der Finanzmärkte. Wir werden dann eine moderate Erholung erleben.”

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