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29.11.2016

14:42 Uhr

Eurogruppen-Chef Dijsselbloem

„London kann nicht Europas Finanzzentrum bleiben“

Nach dem EU-Austritt Großbritanniens soll London nicht mehr das Finanzzentrum Europas bleiben. Dies fordert Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem. Der Brexit habe zudem weitere Auswirkungen auf die englische Hauptstadt.

Der Präsident der Eurogruppe prognostiziert den Briten eine „schwierige Reise“. dpa

Jeroen Dijsselbloem

Der Präsident der Eurogruppe prognostiziert den Briten eine „schwierige Reise“.

BrüsselLondon kann nach den Worten von Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem nach dem EU-Austritt Großbritanniens nicht mehr das Finanzzentrum Europas bleiben. „Wir können nicht zulassen, dass das Zentrum der Finanzdienstleister für Europa und die Euro-Zone außerhalb Europas und der Euro-Zone liegt und seinen eigenen Weg bei Regeln und Regulierungen geht“, sagte der niederländische Finanzminister am Dienstag bei einer Anhörung im EU-Parlament in Brüssel.

„Wir müssen hier hart bleiben.“ Es dürfe nicht sein, dass einem Drittland der Zugang zum europäischen Finanzmarkt gewährt und zugleich gestattet werde, von Standards wie Verbraucherschutz oder Kapitalanforderungen abzuweichen.

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Großbritannien wird auch beim Thema Migration laut Minister Schäuble keine Sonderbehandlung erhalten, wenn die Briten Teil des EU-Binnenmarktes bleiben wollen. Zudem gehe es dem britischen Finanzsektor an den Kragen.

Wegen der Unsicherheit über die Bedingungen für einen Brexit würden viele Investoren bereits nach Alternativen zu Großbritannien Ausschau halten. „Ich sage das ohne jede Freude: Das wird sich in den kommenden Jahren auf die britische Konjunktur und die Londoner City auswirken“, erklärte Dijsselbloem. „Wir sollten darauf vorbereitet sein. Es wird eine schwierige Reise, besonders für das Vereinigte Königreich.“

Die Briten hatten sich am 23. Juni in einem Referendum für einen Austritt aus der Europäischen Union ausgesprochen. Die britische Regierung will bis kommenden März Artikel 50 des Lissaboner Vertrages ziehen und damit den Austrittsprozess beginnen, für den sie zwei Jahre ansetzt.

Von

rtr

Kommentare (3)

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Herr Michael Müller

29.11.2016, 15:16 Uhr

Ich bin kein Freund von Dijsselbloem, aber wo er Recht hat, hat er einfach Recht...

Wie in so vielen Fällen zuvor, ist jedoch auch hier ein völlig unlogisches Verhalten der EU-Führer zu erwarten.

Herr Peter Noack

30.11.2016, 10:28 Uhr

Warum denn nicht???

Verlegt doch das Finanzzentrum der EU nach Singapore!!!

Herr Peter Noack

30.11.2016, 10:34 Uhr

Caymaninseln qäre auxh nixht schlecht. Jedenfalls muss es eine Steueroase sein, gelle!!!

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