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03.07.2017

16:02 Uhr

Eurohilfen

Europäischer Währungsfonds könnte IWF ablösen

Angela Merkel sieht einen europäischen Währungsfonds als möglichen Ersatz für die Beteiligung des IWF an Rettungsprogrammen. Das legt das CDU/CSU-Wahlprogramm nahe. Damit ändert die Union ihre bisherige Ausrichtung.

„Wir sind bereit, mit der neuen französischen Regierung die Euro-Zone schrittweise weiterzuentwickeln.“ AP

Angela Merkel

„Wir sind bereit, mit der neuen französischen Regierung die Euro-Zone schrittweise weiterzuentwickeln.“

BerlinBundeskanzlerin Angela Merkel sieht in einem europäischen Währungsfonds einen möglichen Ersatz für eine IWF-Beteiligung bei Rettungsprogrammen in der Euro-Zone. „Wir sind bereit, mit der neuen französischen Regierung die Euro-Zone schrittweise weiterzuentwickeln, zum Beispiel mit der Schaffung eines eigenen Währungsfonds“, heißt es in dem am Montag beschlossenen Wahlprogramm von CDU und CSU. Grundlage dafür könne der bisherige Euro-Rettungsmechanismus ESM sein, sagte Merkel bei der Programm-Präsentation dazu. Dies könne dazu führen, dass ein solcher Fonds bei künftigen Problemen von Euro-Ländern „eine stärkere Rolle spielt, vielleicht sogar die alleinige Rolle“.

Das sei aber alles noch nicht in den Details ausdiskutiert und hänge sehr von „klaren, harten Kriterien“ ab. Bei dem deutsch-französischen Ministerrat am 13. Juli werde es noch keine Pläne für die angestrebte Reform der Euro-Zone geben.

Die Union hat bei bisherigen Rettungsprogrammen in der Euro-Schuldenkrise etwa für Griechenland stets auf die Beteiligung des Internationalen Währungsfonds (IWF) gepocht.

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