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03.12.2012

09:39 Uhr

Europa-Börsen

Experten reden die nächste Rally herbei

Der Dax hat sich oberhalb der Marke von 7.000 Punkten breitgemacht. Und geht es nach den Strategen der Banken, ist noch lange nicht Schluss mit der Aktien-Rally. Manch einer ruft schon neue Höchststände aus.

Der Bulle vor der Frankfurter Wertpapierbörse. dpa

Der Bulle vor der Frankfurter Wertpapierbörse.

FrankfurtDie Aktienkurse sind in Europa zuletzt deutlich gestiegen. An der Börse in Frankfurt, aber auch in den Krisenstaaten, in Spanien oder Portugal. Die große Frage, die sich derzeit viele Investoren stellen, lautet: Lohnt der Einstieg noch - oder sind die Kurse zu weit gestiegen und der nächste Rückschlag droht?

Die Unternehmensbilanzen sprechen eine deutliche Sprache: Europas Aktienmärkte sind aktuell so bewertet, als ob Investoren im kommenden Jahr kein Gewinnwachstum erwarteten. Bei Aktienstrategen wächst deshalb die Zuversicht, dass der Index schon bald auf ein neues Fünf-Jahres-Hoch klettert.

Die Lieblinge der Vermögensprofis

Top 8

Fresenius Medical Care (FMC)

Grundsolide, kaum verschuldet, sehr gut positioniert im Dialysemarkt. Geringes Risiko für Anleger, sagen die Profis.

*Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV): 12,7
Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV): 1,6
Dividendenrendite: 1,4 Prozent

*alle Werte geschätzt für 2013

 

Top 7

Microsoft

Der US-Riese muss sich der immer stärkeren Konkurrenz von Apple und Google erwehren. Trotzdem ist der Konzern, den Bill Gates einst gründete, sehr interessant für Anleger.

KGV: 9,5
KBV: 2,9
Dividendenrendite: 3,0

Top 6

Pfizer

Der Pharmakonzern könnte von der Gesundheitspolitik von US-Präsident Obama profitieren.

KGV: 10,7

KBV: 2,1
Dividendenrendite: 3,2

Top 5

Johnson & Johnson

Auch wenn Superinvestor Warren Buffett jüngst seinen Anteil an Johnson & Johnson reduziert hat, gilt der Konsumkonzern als Stabilitätsanker in einem ausgewogenen Depot.

KGV: 12,7
KBV: 2,6
Dividendenrendite: 3,0

 

Top 4

Coca Cola

Kennt jeder, trinkt jeder, gehört in jedes Depot. Allerdings nicht ganz billig.

KGV: 17,3
KBV: 5.,0
Dividendenrendite: 2,5

Top 3

BASF

Der absolute Liebling aus Deutschland.

KGV: 11,3

KBV: 2,1
Dividendenrendite: 3,6

Top 2

McDonald‘s

Gilt das gleiche wie für Coca Cola. Verdammt starke Marke. Stabilisator für jedes Depot.

KGV: 15,0
KBV: 5,9
Dividendenrendite: 2,9

Top 1

Nestlé

Die absolute Lieblingsaktie der Profis. Mancher nennt sie gar die beste Aktie der Welt. Mittlerweile allerdings nicht mehr günstig bewertet.

KGV: 16,4

KBV: 2,9

Dividendenrendite: 3,2

Der europäische Aktienindex Stoxx Europe 600 ist zum 11- fachen des erwarteten Gewinns bewertet, gegenüber dem 13-fachen vor Beginn der Finanzkrise, zeigen Bloomberg-Daten. Obwohl die Region im abgelaufenen Quartal in eine Rezession abglitt, erwarten sieben von Bloomberg befragte Strategen im Durchschnitt ein Gewinnwachstum von fünf Prozent im nächsten Jahr. Die Aktienbenchmark dürfte gemäß dieser Prognose bis Ende 2013 rund zehn Prozent zulegen auf den höchsten Stand seit 2008.

Während Skeptiker argumentieren, dass Arbeitslosenquoten von 25 Prozent in Spanien und Griechenland gepaart mit Sparprogrammen in Frankreich und Italien die Erwartungen jeglichen Gewinnwachstums unrealistisch machen, sieht Graham Bishop von Exane BNP Paribas Bewertungen von 10 Prozent unter dem historischen Durchschnitt als Anzeichen dafür, dass Anleger zu pessimistisch sind.

Verglichen mit Anleihen sind Aktien so tief bewertet wie noch nie. Hintergrund sind die Bemühungen der Europäischen Zentralbank, die Wirtschaft der Region anzukurbeln. Das stelle eine Gelegenheit dar für den Kauf von Aktien wie etwa Royal Dutch Shell bis hin zum Discount-Händler Distribuidora Internacional de Alimentacion (Dia) in Madrid, sagt Daniel McCormack von Macquarie Group Ltd in Sydney.
Strategen unterschätzten die Kursgewinne im laufenden Jahr. Der Stoxx 600 Index hat seit Jahresbeginn rund elf Prozent zugelegt. Der Wert liegt über der Prognose von einem Wertzuwachs von 9,4 Prozent in einer Bloomberg-Umfrage von Dezember 2011. Im Jahr 2010 hatte der Index 8,6 Prozent zugelegt, im Jahr darauf verlor der Index elf Prozent.

Kommentare (9)

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Account gelöscht!

03.12.2012, 09:01 Uhr

Gähn, die typische Sell Side-Analyse. Für die ist doch immer eine gute Zeit, Aktien zu kaufen: ob Frühling, Sommer, Herbst oder Winter.
Die Unternehmensgewinne als Teil des BIP sind auf einem Allzeithoch. Wenn wir eine echte, gute konjunkturelle Erholung bekommen sollten (was ich nicht glaube), so müsste dafür die Massenkaufkraft steigen, also die Löhne absolut, nominal & relativ steigen, der Anteil der Unternehmensgewinne am BIP muss sinken. Sonst gibt es keine Erholung. Wie soll man bei dieser Aussicht Aktien kaufen?

Die_naechste_Verarsche

03.12.2012, 09:08 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

ert

03.12.2012, 09:12 Uhr

E.on nervt....seit über einer Woche hab ich das Ding und gerade mal 1% Rendite,glaub bevor ich länger totes Kapital halte hau ich es lieber raus

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