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07.04.2014

10:44 Uhr

Europa

Die Aktienrally ist noch nicht vorbei

VonSara Zinnecker

Europäische Aktien sind so teuer wie zuletzt 2009. Daran ändert auch die Schwäche dieser Tage nichts. Und der Aufwärtstrend geht weiter, sagen Experten. Warum der Einstieg noch lohnt und warum Nebenwerte zulegen werden.

Just in dieser Woche sind auch europäische Aktienindizes wie der Euro Stoxx 50 oder der Stoxx 600 eingebrochen. Experten glauben dennoch daran, dass die Rally noch einige Zeit lang weitergeht. Getty Images

Just in dieser Woche sind auch europäische Aktienindizes wie der Euro Stoxx 50 oder der Stoxx 600 eingebrochen. Experten glauben dennoch daran, dass die Rally noch einige Zeit lang weitergeht.

DüsseldorfDie Performance ist beeindruckend: Rund 2,1 Billionen Euro oder 140 Prozent an Wert haben europäische Aktien in knapp zwei Jahren zurückgewonnen. Seit EZB-Chef Mario Draghi im Juli 2012 versprochen hatte, alles dafür zu tun, den Euro zu retten, sind die Kurse in allen 19 Branchengruppen im breiten Stoxx Europe gestiegen. Insgesamt konnten 85 Prozent der geführten Aktien an Wert zulegen. Mit 19,4 liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis so hoch wie zuletzt im Dezember 2009.

Einige Marktbeobachter ziehen angesichts solcher Rekorde nun bereits die Brauen hoch. Es sei immer schwieriger, günstige Aktien in Europa zu finden, sagt da etwa Graham Secker, Stratege bei Morgan Stanley in London. Die breite Rally am europäischen Aktienmarkt sei vorbei, meint François Savary, Investmentchef der Schweizer Bank Reyl & Cie.

Entwicklung von Aktienindizes - 1. Quartal 2014

Japan

Nikkei

- 8,88 Prozent

Großbritannien

FTSE 100

- 2,23 Prozent

USA

Dow Jones

- 0,72 Prozent

Deutschland

Dax

+ 0,04 Prozent

Euro-Zone

Euro Stoxx 50

+ 1,69 Prozent

Frankreich

CAC 40

+ 2,22 Prozent

Spanien

Ibex 35

+ 4,27 Prozent

Italien

FTSE MIB

+ 14,36 Prozent

Griechenland

ASE Index

+ 14,88 Prozent

Portugal

PSI 20

+ 15,99 Prozent

Doch nicht alle, die etwas von europäischen Aktien verstehen, sehen die Lage als so dramatisch an. Europäische Titel hätten in der Bewertung zwar aufgeholt, doch seien sie noch nicht zu teuer, meint Erik Esselink, Experte für europäische Aktien bei der Investmentgesellschaft Invesco.

Esselink rechnet damit, dass Gewinne europäischer Unternehmen künftig anziehen werden – „und zwar nicht, weil die Erträge plötzlich schneller steigen, sondern weil die Unternehmen bei den Gewinnmargen noch Boden gutmachen können“. Derzeit lägen die Margen bis zu 40 Prozent unter ihrem früheren Niveau.  

Das höhere Potenzial bei den Margen mache europäische Firmen auch im Vergleich zu Unternehmen aus den USA und Asien attraktiver. „Amerikanische Unternehmen sind derzeit an der Börse nur leicht teurer bewertet als europäische – allerdings wirtschaften die US-Firmen bereits nahe ihrer Spitzenmargen“, so Esselink. Auch in Asien hätten Unternehmen bei den Gewinnmargen kaum mehr Spielraum nach oben, zusätzlich kühle die Wirtschaft in der Region ab.

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

07.04.2014, 10:59 Uhr

Schöne kostenfreie Werbung getarnt als PR für die genannten Fondsgesellschaften.

Inhaltlich nichtssagend & besonders witzig, Invesco als "niederländische Investmentgesellschaft" zu betiteln.

Wie sagte Willy Brandt einst "Journalisten sind Randerscheinungen der holzverarbeitenden Industrie."

Account gelöscht!

07.04.2014, 11:06 Uhr

Lese ich da schon die ersten Durchhalteparolen? Ja, es geht immer nur aufwärts, nur nicht verzagen immer einsteigen liebe Kleinanleger. Viele große Fonds und Insider haben ja schon umgeschichtet. Ich denke dass dies zu einer großen Korrektur führen muss, da die Techblase schon lange unglaubliche Blüten trägt. Wer weiss denn schon dass eine einzige Facebook Aktie 1 Mio. oder 10 Millionen US Dollar wert ist? Bitte mal nachrechnen - denn der Preis einer Facebook Aktie ist ja nur ein Sechs-Millionstel Teil einer ganzen vollwertigen Aktie. Die Facebook-Kleinanleger sollten sich das bitte mal überlegen und ausrechnen. Gleiches gilt für die anderen Investoren in Nasdaq und Co.

Account gelöscht!

08.04.2014, 13:46 Uhr

Man braucht doch die Kleinanleger, damit man jemanden hat der einem den Preis bezahlt für die Überteuerten Aktien.
Das sieht man schon an der Werbung der Finanzindustrie, die jeden Tag per E.Mail ins Postfach flattern.
Renditen von 100% bis 800%, nur keine Angst die Rally geht weiter. Ist immer ein guter hinweiss Auszusteigen, wenn man an das Ersparte der Grossmutter will.

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